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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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ein einziger Tropfen Blutes fließt, der nicht mehr Eurer Tochterals mir selber angehörte, so soll im Augenblick der schärfsteStahl, den ich jemals schmiedete, dasselbe durchbohren. Aberwas fordert Ihr? Kann ich weniger Achtung vor ihr haben,als sie verdient, oder mich höher stellen, als ich bin? WasEuch leicht und einfach dünkt, ist für mich eben so schwierig,als ein Panzerhemd aus Hanf zu machen. Ader dies giltEuer Wohl, Vater," fügte er in heiterem Tone hinzu;undhier das Wohl meiner schönen Heiligen und meiner Valentine,was hoffentlich für dies Jahr Eure Tochter sein wird. Ichwill Euch nicht länger abhalten, Euer Haupt aufs Kissen zulegen; unterhaltet Euch bis Tagesanbruch mit Eurem Feder-bett; dann führt mich ans Gemach Eurer Tochter, bittet siefür mich um Eilaubniß, cintreten und ihr einen guten Morgenwünschen zu dürfen, und der Heiterste will ich sein, den dieSonne in der Stadt und meilenweit ringsum begrüßen wird!"

Kein übler Rath, mein Sohn," sagte der ehrliche Glo-ver;aber was werdet Ihr thun? willst Du mir zur Seiteliegen, oder Conachars Bett theilen."

Keins von beiden," antwortete Harry Gow;ich würdeEure Ruhe nur stören; und mir ist dieser bequeme Stuhl einDunenbett werth, und wie eine Schildwache will ich schlafen,mit den Waffen an der Seite "

Bei diesen Worten legte er die Hand ans Schwert.

Ach, der Himmel gebe, daß wir keine Waffen mehr brau-chen Gute Nacht, oder vielmehr guten Morgen, bis derTag uns weckt wer zuerst erwacht, mag den Andern rufen."

So schieden die beiden Bürger. Der Handschuhmacher gingin sein Bett, und, wie sich vcrmuthen läßt, zur Ruhe. DerLiebhaber war nicht so glücklich. Sein starker Körper ertrugleicht die Anstrengung, die er im Laufe der Nacht erduldet