mir sehr die Frage, ob Katharina je einen solchen Moment indiesem Leben haben wird, um einen groben, unwissenden Mann,wie mich, anzuhören. Ich kann nicht sagen, wie es ist, Vater;anderswo kann ich mein Haupt kühn tragen, wie ein andererMann, aber bei Eurer frommen Tochter verliere ich Herz undMuth, und ich kann nicht umhin, zu denken, daß es eben sogut wäre wie Tempelraub, wenn ich mir ihre Zuneigung er-schliche. Ihre Gedanken sind zu sehr auf den Himmel gerich-tet, um für einen Meinesgleichen verschwendet zu werden."
„Ganz wie es Euch beliebt, Harrp," sagte der Handschuh-macher. „Meine Tochter drängt sich auch so wenig auf, als ich— ein hübscher Antrag ist keine Ursache zum Krieg; — nurwenn Ihr meint, ich werde ihren närrischen Gedanken an einKloster »achgeben, so verlaßt Euch darauf, daß ich denselbennie Gehör geben werde. Ich liebe und ehre die Kirche," sagteer, sich bekreuzend. Ich entrichte gern und gehörig ihre Ge-bühren, Zehnten und Almosen; Wein und Wachs entricht' ich,wie ich sage, so genau, als irgend ein Mann von meinenMitteln in Perth; aber ich kann der Kirche mein alleiniges undeinziges Lämmchen, das ich habe, nicht geben. Ihre Mutterwar mir auf Erden lieb und ist nun ein Engel im Himmel,Katharina ist Alles, was ich habe, um mich an den VerlustJener zu erinnern; und geht sie ins Kloster, so wird es ge-schehen, wenn sich diese alten Augen auf ewig geschloffen haben,aber eher nicht. Was jedoch Euch betrifft, Freund Gow, sobitt' ich Euch, daß Ihr so thut, wie es Euch selber am bestengefällt. Ich will Euch wahrlich kein Weib aufzwingen."
„Ach, da schmiedet Ihr nun das Eisen zwei Mal," sagteHarrp. „So endigen wir immer, Vater; Ihr werdet auf michböse, weil ich nicht lhue, was mich zum glücklichsten Menschenmachen würde, wenn ich es vermöchte. Wenn in meinem Herzen