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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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derte Simon,und schätzt die Maaren zu hoch, die Ihr ein-kaufen wollt. Katharina ist ein gutes Mädchen und meineTochter; aber wenn Ihr durch Eure Schüchternheit undSchmeichelei einen eingebildeten Affen aus ihr macht, so wer-det weder Ihr noch ich unsere Wünsche erfüllt sehen."

Ich fürchte es oft, mein guter Vater," sagte der Schmied;denn ich fühle, wie wenig ich Katharina verdiene."

Ei was fühlen!" sagte der Handschuhmacher;fühle fürmich, Freund Schmied, für Katharina und für mich. Denke,wie das arme Kind vom Morgen bis zum Abend belagert wird,und von welchen Leuten, selbst wenn Thüren und Fenster ge-schlossen sind. Wir wurden heute von Einem bestürmt, derzu mächtig ist, als daß ich ihn nennen möchte ja, und erhat seine üble Laune nicht zu bergen gesucht, als ich nicht dul-den wollte, daß er in der Kirche während des Hochamts meinerTochter Schmeicheleien vorschwatzte. Und so gibt's noch Viele,die sich ebenso ungeziemend benehmen. Daher Hab' ich oft denWunsch, Katharina möchte minder hübsch sein, daß sie diesegefährliche Bewunderung nicht erregte, oder etwas minder fromm,daß sie sich entschließen könnte, die ehrbare, zufriedene Hausfraudes wackern Harry Schmied zu werden, der sie gegen jede Un-bilde der Ritterschaft des Hofes von Schottland schützen könnte."

Und wenn ich's nicht thäte," sagte Harry, eine Handund einen Arm ausstreckend, deren Knochen und Muskeln ei-nem Riesen anzugehören schienen,so will ich nie mehr einenHammer auf den Ambos fallen lassen. Ja, und wenn esdahin käme, so würde meine schöne Katharina einsehen, daßes nichts so gar Schlimmes ist, wenn ein Mann sich ein Bis-chen vertheidigen kann. Aber sie meint, glaub' ich, die Weltfei ein großer Dom, und Alle, die darin leben, müßten sichbetragen, als wären sie bei einer ewigen Messe."