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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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Streitigkeiten und Gefechte sind »er Männer Sache und nichtder Frauen, und es ist nicht jungfräulich, daran zu denkenund davon zu reden."

Aber wenn sie so roh in unsrer Gegenwart geübt werden,"sagte Katharina,so ist es ein Bischen hart, zu verlangen,daß wir an etwas Anderes denken sollen. Ich will Euch zu-gebcn, mein Vater, daß dieser tapfere Bürger von Perth einerder gutherzigsten Männer ist, der innerhalb unsrer Mauernlebt daß er lieber hundert Schritte vom Wege geben würde,eh' er einen Wurm träte daß er ebenso ungern eine Spinnetödten würde, als wär' er ein Verwandter König Roberts,seligen Andenkens daß er im letzten Streite vor seinem Ab-schiede mit vier Fleischern kämpfte, um sie zu hindern, einenarmen Hund todt zu schlagen, der sich beim Stiergefecht nichtgut gehalten hatte, und daß er kaum dem Schicksale entging,welches sein Schützling hatte. Ich will Euch auch zugeben,daß Arme nie vor'm Hause des reichen Waffenschmieds vorüber-gehen, ohne Speise und Almosen zu empfangen. Aber wasHilft dies Alles, wenn sein Schwert ebenso viel darbende Waisenund klagende Wittwen macht, als seine Börse unterstützt?"

Ach, Katharina, höre nur ein Wort von mir, ehe Dubeginnst, den Vorwürfen gegen meinen Freund freien Lauf zulassen, die zwar scheinbar verständig klingen, während sie mitAllem, was wir um uns sehen und hören, doch in Wahrheitnicht zusammenstimmen. Was," fuhr der Handschuhmacherfort,pflegt unser König und unser Hof, unsre Ritter undDamen, unsre Aebte und Mönche und die Priester selbst amliebsten zu sehen? Ist es nicht das Schauspiel der Ritterlich-keit, wo sie den muthigen Thaten mannhafter Ritter beimTurnier zuschauen, den Thaten der Ehre und des Ruhms durchWaffen und Blutvergießen? Wodurch aber unterscheiden sich