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„Katharina," wiederholte der Waffenschmied; „seht nachKatharina."
„Dorothee wird für sie sorgen," sagte Simon; „Staunenund Schrecken tödten nicht — das thun Dolche und Messer.Und sie ist nicht mehr die Tochter meines Blutes, als Du, meinlieber Harry, der Sohn meiner Neigung bist. Laß mich dieWunde sehen- Das Messer ist eine böse Waffe in eines Hoch-länders Hand."
„Es kümmert mich nicht mehr, als ob mich eine wilde Katzegeritzt hätte," sagte der Waffenschmied. „Und nun auf Ka-tharinens Wangen die Farbe zurückkehrt, sollt Ihr mich ineinem Augenblick als gefunden Mann sehen." Er wandte sichnach einem Winkel, wo ein kleiner Spiegel hing, nahm schnelletwas trocknes Linnen aus seiner Börse, um es auf die leichteWunde, die er empfangen, zu legen, und schlug das Lederkollervon Hals und Schultern zurück. Seine männlichen Formentraten nicht so auffallend hervor, als die Weiße seiner Hautan denjenigen Theilen seines Körpers, die nicht, wie seine Händeund sein Gesicht, dem Wechsel der Luft und den Folgen seinesanstrengenden Handwerks ausgesetzt gewesen waren. Schnellverwendete er etwas Linnen, um das Blut zu stillen, undnachdem er mit etwas frischem Wasser alle Spuren, die jeneszurückgelassen, vertilgt hatte, knöpfte er das Koller wieder zuund wendete sich an Katharina, die, wenn auch noch bleichund zitternd, sich doch von ihrer Ohnmacht erholt hatte.
„Werdet Ihr mir aber auch Verzeihung dafür gönnen,daß ich Euch in der ersten Stunde meiner Wiederkehr belei-digte? Der Bursche war thöricht, mich zu reizen, und dochwar ich thörichter, mich von seines Gleichen reizen zu lassen.Euer Vater ist mir nicht böse, Katharina, und könnt Ihr mirverzeihen?"