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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
Seite
39
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daß die Spitze des Messers ihm blos die Haut streifte und einwenig Blut floß. Den Arm des Lehrlings mit der einenHand so fest wie mit einer Zange haltend, entwaffnete er ihnaugenblicklich. Als sich Couachar in der Hand seines furcht-baren Gegners sah, suhlte er, wie Todesbläffe die Rothe ver-drängte, womit der Zorn seine Wangen gefärbt hatte, undblieb stumm vor Scham und Furcht. Endlich ließ der Schmiedseinen Arm los und sagte mit Ruhe :Gut für Dich, daß Dumich nicht zornig machen kannst Du bist nur ein Knabe,und ich, ein erwachsener Mann, hätte Dich nicht reizen sollen.Aber laß Dir's eine Warnung sein."

Conachar stand einen Augenblick, wie im Begriff zu erwi-dern, dann verließ er das Gemach, bevor Simon sich hinreichendgesammelt hatte, um zu sprechen. Dorothee lief hin und hernach Salben und heilsamen Kräutern. Katharina war beidem Anblick des rieselnden Blutes ihn Ohnmacht gesunken.

Laßt mich Abschied nehmen, Vater Simon," sagte HarrySchmied traurig;ich hätte merken sollen, daß mein altesGeschick mit mir ginge, und daß ich Streit und Blutvergießenbrächte, wo ich am meisten wünsche, Frieden und Glück zubringen. Sorgt nicht um mich seht nach der armen Katha-rina; das Entsetzen über solch'einen Vorgang hat fle getödtet,und Alles durch meine Schuld."

Deine Schuld, mein Sohn! Es war die Schuld jeneshochländischen Mörders, mit dem mich ein Fluch beladen hat;aber morgen soll er nach seinen Bergen zurückgehen, oder dasStadtgefängniß kosten! Ein Angriff auf das Leben des Gastesseines Meisters, und zwar in seines Meisters Hause! Eszerreißt alle Bande zwischen uns. Aber laßt mich nach EurerWunde sehen."