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wir mit der Ehre zu schaffen?" sagte Simon Glover; »willstDu in meinem Dienst bleiben, so mußt Du ehrbar gesinntsein und die Ehre den prahlerischen Thoren lassen, die Spo-ren an den Stiefeln und Stahl auf den Schultern tragen-Willst Du Dich mit ähnlichem Zierrat- schleppen, so magstDu's thun, aber in meinem Hause und in meiner Gesellschaftwird cs nimmer geschehen."
Conachar schien durch diesen Vorwurf eher erbittert zuwerden, als sich zu fügen. Aber ein Zeichen von Katharina,wofern die leichte Bewegung, die sie machte, indem sie denkleinen Finger aufhob, wirklich ein solches war, machte aufden Jüngling mehr Eindruck, als die Vorwürfe seines erzürn-ten Meisters. Er legte die kriegerische Miene, die ikm na-türlich anstand, bei Seite und wurde wieder der bescheideneDiener eines ruhigen Bürgers.
Inzwischen holte die kleine Gesellschaft ein junger, schlankerMann ein, in einen Mantel gehüllt, welcher einen Thetl seinesGesichts beschattete oder verhüllte, was die Liedeöritter jenerZeit häufig im Gebrauch hatten, wenn sie auf Abenteuer aus-ginqen und nicht erkannt sein wollten. Kurz, er schien einMann, welcher zu aller Welt sagen mochte: „ich wünsche fürjetzt nicht erkannt und nicht meinem Titel gemäß angeredetzu sein; wie ich aber, außer mir selber, Niemand von mei-nem Thun Rechenschaft zu geben habe, nehme ick das Jncog-nito nur der Form wegen an und kümmere mich wenig d'rum,ob Ihr mich kennt oder nicht." Er kam an die rechte SeiteKatharinens, die am Arm ihres Vaters hing, und mäßigteseine Schritte, als wolle er sich zu ihr gesellen.
„Guten Abend, Vater!"
„Dasselbe wünsch' ich Euer Gnaden und dank' Euch. —Darf ich Euch bitten, voranzugehen? Unser Schritt ist zu