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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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Stande und zweifelhaften Sitten auf den Thron von Schott-land erhoben hatte; und viele Frauen, weniger glücklich oderminder klug, batten vom Range von Concudinen zur Größesich emporgeschwungen, was die Sitten der Zeit erlaubtenund entschuldigten. Solche Beispiele hätten ein Mädchen vonhöherer Geburt, als Katharina oder Katie Glover war, dieallgemein für das schönfte Mädchen der Stadt und der Um-gegend galt, geblendet. Der Ruf des schönen Mädchens vonPerth hatte die Aufmerksamkeit der jüngern Ritter am könig-lichen Hofe auf sie gelenkt. Der Aufenthalt des Hofes warin Perth oder in dessen Umgebungen, und manche durch rit-terliche Thaten ausgezeichnete Edle strengten sich mehr an,Proben ihrer Festigkeit im Reiten zu geben, wenn sie an derThür des alten Simon Glover in der sogenannten Couvre-few- oder Curfewstraße vorüberkamen, als sich bei den Turnie-ren auszuzcichnen, wo die edelsten Damen Schottlands Zeu-gen ihrer Geschicklichkeit waren.

Aber die Tochter des Glover (Handschuhmachers) denn,wie es bei Handwerkern und Künstlern jener frühen Zeit üblich,entlehnte ihr Vater, Simon, seinen Namen dem Gewerbe,welches er trieb zeigte keine Neigung, auf die Artigkeitender Herren zu achten, die sich von einem Range, der weit überdem ihrigen stand, zu ihr herabließeu, und wen» sie auch, wieman annehmcn darf, sich ihrer persönlichen Vorzüge genügendbewußt war, so schien sie doch zu wünschen, ihre Eroberungenauf diejenigen zu beschränken, die sich mit ihr in dergleichenSphäre befanden. Auch ihre Schönheit, die in der That mehrgeistig als körperlich war, hatte, ungeachtet der natürlichenSanftheit und Güte ihres Charakters, mehr von Zurückhaltungals Fröhlichkeit in ihrem Gefolge, selbst wenn sie mit Ihres-gleichen in Gesellschaft war, und der Eifer, mit welchem sie alle