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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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machen durfte, so empfand ich auch die Freude der Unabhän-gigkeit, vermischt mit jenem Grade von Unruhe, welche derselbstgefällige Knabe empfindet, wenn er zum ersten Male sei-ner eigenen Leitung überlassen ist. Ich erinnere mich, daß ich,ohne zu wtffen was ich that, die Zügel anzog, und aut dieScene vor mir hinstarrte, als fürchtete ich, sic möchte sich gleichjenen auf einem Theater verändern, bevor ich ihre verschiedenenTheile genau beobachten oder mich überzeugen konnte, daß esWirklichkeit sei, was ich sah. Seit dieser Stunde, und es findmehr als fünfzig Jahre seitdem verflossen, hat die Erinnerungan diese unvergleichliche Landschaft den stärksten Einfluß aufmein Gcmüth gehabt, und hat ihre Stelle als eine Denkwür-digkeit behauptet, während Vieles von dem, was auf meinGeschick Einfluß hatte, dem Gedächtniß entflohen ist. Daherist es natürlich, daß ich, während ich überlege, was ich der Un-terhaltung des Publikums bieten könnte, eine Erzählung wähle,die mit der herrlichen Landschaft in Verbindung steht, welcheauf meine jugendliche Einbildungskraft einen solchen Eindruckmachte, und die vielleicht, hinsichtlich der Unvollkommenheitenmeiner Dichtung, die Wirkung haben kann, welche Dameneinem schönen Porzellangeschirr zuschreiben, um den Geschmackeines nicht vorzüglichen Thees zu erhöben.

Der Zeitpunkt, bei welchem ich beginnen will, ist indeß einweit früherer, als irgend eines der denkwürdigen geschichtlichenEreignisse, auf welche ich bereits anspielte, da sich die Vorgänge,welche ich berichten will, während der letzten Jahre des vier-zehnten Jahrhunderts zutrugen, wo das schottische Scepter inder sanften, aber schwachen Hand Johann's ruhte, welcher, alser den Thron bestieg, Len Namen Robert III. annahm.