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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
Seite
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eS war dies eine Art Nische, in welche der Reisende gelangte,nachdem er von Kinroß an eine weite Strecke wüsten und unin-teressanten Landes durchzogen hatte. Von diesem Orte aus,der Spitze einer Anhöhe, die er allmälig erstiegen, sieht er zuseinen Füßen das Thal des Tay sich hinzichen, von jenemgroßen, schönen Strome bewässert, die Stadt Perth mit ihrenzwei großen Ebenen oder Inches, ihren Kirchthürmen und ho-hen Gebäuden; die Berge Moncrieff und Kinnoul, die sich inihren Fclsmaffen erheben, zum Theil mit Wald bewachsen; diereichen User des Stromes, mit geschmackvollen Häusern geziert,und in der Ferne die hohen Grampischen Gebirge, den nördli-chen Hintergrund dieser köstlichen Landschaft- Die Aenderung,die mit der Straße getroffen wurde, wobei jedoch der Verkehrsehr viel gewonnen hat, hat den Reisenden dieser großartigenAussicht beraubt, und die Landschaft entfaltet sich mehr allmäligund theilweise dem Auge, obwohl sie auch so noch immer füräußerst schön gelten muß. Wie wir glauben, ist noch ein Fuß-pfad vorhanden, auf welchem man zu den Wicks von Baigliegelangen kann; und wenn der Reisende sein Pferd oder seinFuhrwerk verlassen und einige hundert Schritte zu Fuß gehenwill, so kann er noch jetzt die Landschaft mit der Skizze ver-gleichen, die wir zu entwerfen versuchten. Aber den Reiz, wel-cher, aus Uebcrraschung entspringend, den Genuß erhöht, sobaldein so köstlicher Anblick sich plötzlich bietet, wo man ihn amwenigsten erwartete, und welcher Chrystal Croftangry bezau-berte, als er die unvergleichliche Scene zum ersten Male schaute,diesen Reiz zu schildern vermögen wir ebenso wenig, als ihn derReisende aus der Schilderung zu empfinden vermöchte.

Kindisches Staunen war allerdings mit in meinem Ent-zücken, denn ich war nicht über fünfzehn Jahre alt; und dadies der erste Ausflug war, den ich auf meinem eigenen Rößlein

Mädch. v. Perth. I. 2