Druckschrift 
15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
Seite
13
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Allein selbst der lügnerische Mr. Fagg, in Sheridans Neben-buhlern, versichert uns, daß er sich zwar nie ein Bedenkendarüber mache, auf Befehl seines Herrn eine Unwahrheit zusagen, jedoch immer Gewissensbisse empfinde, wenn die Lügean den Tag komme. Nun, dies ist der Grund, warum ichklüglich alle zu wohlbekannten geschichtlichen Pfade vermeide,wo Jedermann Wegweiser findet, deren Inschriften ihn be-lehren, wohin er sich zu wenden bat; ja, selbst Knaben undMädchen, welche die Geschichten Englands durch Fragen undAntworten kennen lernen, lachen über einen armen Schrift-steller, wenn er vom Wege abweicht."

»Entmuthigen Sie sich doch nicht, lieber Chrystal. ESgibt eine Menge Wildnisse in der schottischen Geschichte, durchwelche, wen» ich mich nicht sehr irre, noch keine sichern Pfadebeschrieben wurden, und die man nur aus unvollkommenerUcberlieferung kennt, welche mir Wundern und Märchen diePerioden ausfüllt, in welchen man nichts von wirklichen Be-gebenheiten weiß. Ganz so sagt Matthias Prior:

Psadlose Länder bevölkert der GeographAuftakt der Städte nur mit Elephanten."

Wenn dies Ihr Rath ist, verehrte Dame," sagte ich,sowird der Lauf meiner Geschichte diesmal in einer entferntenZeit beginnen und in einer Provinz, die von meiner natürli-chen Sphäre, Canongate, weit adliegt."

Unter dem Einflüsse dieser Empfindungen war es, daß ichden folgenden historischen Roman begann, welcher, oft unter-brochen und bei Seite gescboben, gegenwärtig zu viel Umfanggewonnen hat, um überhaupt weggeworfen zu werden, obwohles nicht besonders klug sein mag, ihn der Presse zu übergeben.

Ich legte den handelnden Personen nicht den niederschot-tischcn Dialekt, der jetzt gesprochen wird, in den Mund, weil