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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
Seite
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aus neuerer Zeit herrühren, sondern in der That die Spurenjenes schrecklichen Mordes sind "

Da ich die Ausforderung nicht annehmcn kann, wertherFreund, so begnüge ich mich, den Beweis zu fordern."

Die Sage, die sich unverändert im Palast erhalten unddie Uebereinstimmung der wirklichen Lage der Dinge mit je-ner Tradition."

Deutlichere Erklärung, wenn's Ihnen gefällig ist."

Sehr gern- Es ist allgemeine Sage, daß, als Rizzioaus der Königin Zimmer hinweggeschleppt wurde, die Mörder,die sich in ihrer Wuth darüber stritten, wer ihm die meistenWunden beibrächte, ihn an der Thür des Vorzimmers nieder-stachen. An diesem Orte wurde demnach das meiste Blut ver-gossen, und hier zeigt man noch die Flecken davon. Fernermelden die Geschichtschreiber, daß Maria fortwährend gebetenhabe, man möchte Rizzio's Leben schonen, indem sie ihre Bit-ten mit Geschrei und Ausrufungen mischte, bis sie, als manihr die Versicherung gab, er sei bereits todt, die Augen trock-nete und sagte:Ich werde nun auf Rache sinnen!""

Alles dies ist zugegeben. Aber das Blut? MeinenSie, daß cs in so vielen Jahren nicht verwischt werden oderganz verschwinden konnte?"

Ich werde sogleich darauf kommen. Die beständige Sagedes Palastes berichtet, Maria habe alle Vorkehrungen verboten,die Zeichen der Mordthat zu entfernen, weil sie dieselben erhal-ten wollte, als Erinnerung an die Beschleunigung der beab-sichtigten Rache. Aber es wird hinzugefügt, daß sie es fürgenügend fand, wenn sie wüßte, daß jene noch vorhandenwären, und weil sie nicht wünschte, die Spuren der Mordthatimmer vor Augen zu haben, so befahl sie, einen Verschlag,wie man es nannte (d. h. eine einstweilige Bretterwand),