erwartet; allein, obgleich Jvanhoe's Lanze den Schild dcSBois-Guilbert kaum berührt hatte, so wankte doch dieser Kämpfer,zum Erstaunen Aller, welche es sahen, im Sattel, verlor dieBügel und stürzte nieder.
Jvanhoe, der sich schnell unter dem gefallenen Rosse wie-der erhoben hatte, stand schon aufrecht und hatte zum ferne-ren Kampfe das Schwert gezogen; allein sein Gegner standnicht wieder auf. Wilfried setzte ihm den Fuß auf die Brustund die Spitze seines Schwertes an die Kehle und befahl ihmsich zu ergeben oder auf der Stelle zu sterben. Bois-Guil-bert antwortete nicht.
„Tüotet ihn nicht, Herr Ritter," rief der Großmeister,„ohne Beichte und Absolution, tödtct nicht Seele und Leibzugleich. Wir erklären ihn für besiegt."
Er stieg nun in die Schranken hinab, und befahl dem be-siegten Kämpfer den Helm abzunehmen. Seine Augen warengeschloffen, und die dunkle Röche lag noch auf seinem Gesichte.Als nun alle mit Erstaunen ihn betrachteten, öffneten sich dieAugen wieder, allein ihr Blick war stier und ausdruckslos.Die Röthe verschwand und Todcsblässe trat an die Stelle der-selben. Unbeschädigt von der Lanze des Feindes, war er ge-fallen, ein Opfer seiner eigenen unbezähmbaren Leidenschaften.
„Das ist ein wahrhaftes GotteSurtheil," sagte der Groß-meister aufwärts blickend: „ffist volunta8 tus!"