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mein Kampfstock selbst auf der Stahlhaube des stolzen Tem-plers tanzen, che die Sache so weit käme,"
Man alaubte nunmehr allgemein, daß Niemand für eineder Zauberei beschuldigte Jüdin in die Schranken treten wolle,und die Ritter, von Malvoistn aufgercizt, flüsterten einanderschon zu, daß es nun Zeit sei, Rebecca ihres Pfandes für ver-lustig zu erklären. In diesem Augenblicke erschien ein Ritter,der im vollen Roffeslaufe auf den Ort zueilte, wo die Schran-ken sich befanden. Hundert Stimmen riefen sogleich: „EinKämpfer! Ein Kampfer!" und aller Vorurtheile spottend, be-grüßte man ihn laut und freudig, als er in die Schrankenselbst cinritt. Allein ein zweiter Blick auf ihn war hinreichend,die Hoffnung zu zerstören, welche sein Erscheinen erregt hatte.Denn sein Roß, das mehrere Meilen in höchster Eil zuruck-gelegt haben mochte, war ganz erschöpft, und der Reiter, sokühn er sich in den Schranken zeigte, schien sich doch kaum imSattel halten zu können.
Den Aufforderungen des Herolds, der ihn um Rang, Na-men und Absicht fragte, antwortete der Fremde schnell undkühn: „Ich bin ein guter und edler Ritter, und hierher ge-kommen, um mit Schwert und Lanze den gerechten und ge-setzmäßigen Streit dieses Mädchens, Rebecca, Tochter Jsaac'svon Zjork, auszufechten; zu behaupten, daß das gcgen sie aus-gesprochene Urtheil falsch und unwahr sei, und den Sir Briande Bois-Guilbert als einen Verräther, Mörder und Lügnerauszufordcrn; das will ich auf diesem Platze mit meinemKörper gegen ihn beweisen, durch Hülfe Gottes, unserer Frau,und des heiligen Georg!"
„Der Fremde," sagte Malvoisin, „muß erst beweisen, daßer ein guter Ritter ist und von edler Abkunft; der Tempelsendet keinen Streiter gegen namenlose Männer."