Druckschrift 
14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
180
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Ich habe keinen Theil an Dir, grausamer, hartherzigerMann/' sagte das unglückliche Mädchen.

Aber verstehst Du denn auch meine Worte?" sagte derTempler,denn der Klang meiner Stimme ist meinen eige-nen Ohren furchtbar.Kaum weiß ich, auf welchem Bodenwir stehen, und warum sie »ns hierher gebracht haben.Dieser Turnierplatz dieser Stuhl dieser Holzstoß Ichkenne wohl ihren Vorsatz und doch scheint es mir nichts Wirk-liches. Nein, nur das schreckliche Bild eines Traumes, dermeine Sinne mit entsetzlichen Erscheinungen täuscht, aber mei-nen Verstand nicht überzeugt."

Mein Geist und meine Sinne täuschen mich nicht," ver-setzte Rebecca,sie sagen mir, daß dieser Holzstoß bestimmt ist,meinen irdischen Körper zu verzehren, und mir einen schmerz-lichen aber kurzen Uebergang zu einer bessern Welt zu bereiten."

Träume, Rebecca, Träume!" erwiederte der Templer,eitleTrugbilder, verworfen von der Weisheit eurer eigenen weisenSadducäer! Höre mich, Rebecca," fuhr er mit Lebhaftigkeitfort,eine bessere Zuflucht für Leben und Freiheit bietet sichdar, als jene Buben sich träumen lassen. Steige hinter mirauf mein Roß, das beste, das je einen Reiter trug. Ich ge-wann es im Zweikampfe mit dem Sultan von Trebizond; be-steige es hinter mir, sage ich, und in einer kleinen Stundefind wir aller Verfolgung und Nachsetzung entkommen! Eineneue Welt der Freude öffnet sich Dir, mir eine neue Laufbahndes Ruhms! Laß sie dann ein Urtheil sprechen, das ich ver-achte, und meinen Namen vertilgen aus dem Verzeichnißmönchischer Sklaven! Jeden Flecken, den sie auf meinen Wap-penschild zu bringen wagen, will ich mit Blut abwaschen."

Versucher," sagte Rebecca,entferne Dich! Nicht in die-ser äußersten Gefahr sollst Du mich auch nur ein Haar breit