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Unterdessen hörte man unten an der Treppe ein fürchter-liches Getöse. Mehrere Stimmen riefen: „Die verräthcri-schcn Mönche! Fort mit ihnen in's Gefängniß!" Andereriefen: „Stürzt sie von dem obersten Walle herab!"
„Im Namen Gottes!" sagte Cedric, indem er sich an dieErscheinung wandte, die er für den abgeschiedenen Geist seinesFreundes hielt, „bist Du sterblich, so sprich! Bist Du ein ab-geschiedener Geist, so sage, wesdalb kehlst Du zu uns zurück?Oder kann ich etwas thun, um Dich zur Ruhe zu bringen?Lebend oder todt, edler Athelstane, rede, sprich zu Cedric!"
„Das will ich." versetzte das Gespenst sehr gefaßt, „wennich Atkem geschöpft habe, und wenn Ihr mir Zeit lasset.Lebend, sagst Du? Ja, ich lebe, so w e Einer leben kann,der sich drei Tage lang von nichts als Wasser und Brvd ge-nährt hat — Ja, von Wasser und B>od, Vater Cedric, beimHimmel und allen Heiligen! bessere Nahrung ist mir in dreiTagen nicht über die Lippen gekommen, und nur durch Got-tes besondere Fügung bin ich hier, das zu erzählen."
„Aber edler Athelstane," sagte der schwarze Ritter, „ichsah es ja selbst, wie Euch der stolze Templer gegen Endedes Sturms auf Torquilstone niederstrecktr, und wie ich dachteund Wamba erzählte, war ja Euer Hirnschädel bis auf dieZähne gespalten."
„Ihr denkt falsch, Herr Ritter," sagte Athelstane, „undWamba log. Meine Zähne sind in gutem Stande, und dassoll mein Abendessen sogleich empfinden. Keinen Dank des-halb dem Templer, dessen Schwert sich in der Hand drehte,so daß der Streich nur flach fiel; hätte ich mein stählernesKopfzeug aufgehabt, ich hätte mir nicht das Geringste darausgemacht, und ihm einen Gegenstreich versetzen wollen, der ihmden Rückzug hätte ersparen sollen. Da mir jenes aber fehlte,