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„Gewährt!" sagte Cedric, und hob ihn auf, „Hereward'sSohn weiß sein Wort zu halten, auch wenn er es einem Nor-man» gegeben hat. Aber laß mich Dich nun auch in derTracht und Kleidung Deiner englischen Vorfahren sehen —keine kurzen Mäntel, keine lustigen Mühen, keinen phantasti-schen Federputz in meinem einfachen Hause. Der Sohn Cedric'smuß sich als einen alten Engländer zeigen. Dn willst reden,"setzte er ernst hinzu, „und ich errathe auch was. Lady Rowena.muß zwei Trauerjahre halten um den ihr verlobten Gemahl.Alle unsere sächsischen Vorfahren würden uns verkennen, wennwir auf eine neue Verbindung für sie denken wollten, ehenoch das Grab dessen, dem sie sich vermählen sollte, und derihrer Hand durch Geburt und Rang so- würdig war, ge-schloffen ist. Athelstane's Geist selbst würde seine blutigenBande sprengen und vor uns treten, um solche Entweihungseines Andenkens zu verhindern."
Es schien, als habe Cedric's Wort wirklich einen abgeschie-dene» Geist hervorgerufen, denn kaum hatte er es ausgespro-chen, als sich die Thüren öffneten, und Athelstane im Todten-kleide vor ihnen stand, bleich, abgefallen und ganz einem ausdem Grabe Erstandenen gleich.
Die Wirkung dieser Erscheinung auf alle Anwesende waraußerordentlich. Cedric bebte zurück, so weit cs nur die Wanddes Zimmers erlaubte, dann lehnte er sich an dieselbe an, wieJemand, der sich nicht aufrecht halten kann, und starrte die Ge-stalt seines Freundes an mit Blicken, welche gefesselt zu seinschienen, und einem Munde, den er nicht wieder zu schließenvermochte. Jvanhoe bekreuzte sich, und sprach bald sächsisch,bald lateinisch, bald normännisch französisch allerlei Gebete,wie sie ihm eben in's Gedächtnis kamen, Richard aber ließbald ein „Lenesiicite" hören, bald fluchteer: „mortsiemu viel"Jvanhoe. III. 11