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Bewegung; denn solche Lcichenbankette waren ein Zeitpunktallgemeiner und verschwenderischer Gastfreundschaft, an dernicht nur jeder, der mit dem Verstorbenen, wenn auch in derentferntesten Verbindung gestanden batte, sondern jeder Fremdeüberhaupt Antheil nehmen durfte. Der Rcichthum und dieBedeutsamkeit des verstorbenen Athelstane machte, daß dieseSitte in der Vollesten Ausdehnung Anwendung fand.
Man sab daher sehr zahlreiche Menschenhaufen den Hügel,worauf das Schloß lag, auf- und adstetgen, und als der Könignebst seinem Gefolge durch das offene und unbewachte Thor deräußern Barriere eintrat, zeigte der Raum innerhalb eine Scene,die sich nicht leicht mit der Veranlassung dieser Versammlung zu-sammenreimen ließ. Hier waren Köche beschäftigt, ungeheure Och-sen und fette Schöpfe zu braten, dort zapfte man große Fässer mitBier an, um den Durst der Ankommenden zu stillen. Man sahGruppen aller Art und Gestalt, welche Speisen verschlangen, oderdie ihnen preisgegebenen Getränke begierig einsogen-' Der halbnackte sächsische Sklav killte den Drang seines baldjährigen Hun-gers und Durstes durch die Schwelgerei eines Tages, der feinereBürgersmann aß sein Stück Fleisch mit mehr Wohlgeschmack oderkntisirte bei dem Trünke den Brauer oder die Güte des Malzes. Ei-nige wenige von dem armen normännischen Adel, die sich durch dengeschornen Bart und die kurzen Mäntel auszeichneten, so wie da-durch,daß sie sich stets zusammenhielten.und mit großerVcrachtungaufdie ganze Festlichkeit hinblickten, thaten sich doch gütl'ch beiderguten Kost, welche ihnen hier so freigebig gespendet wurde.
Auch an Bettlern fehlte cs nicht, und an Kriegern, die,wenigstens ihrer eigenen Aussage nach, aus Palästina zurück-kehrten. Krämer legten ihre Maaren aus, reisende Mechani-ker suchten Arbeit, wandernde Pilger, reisende Priester, säch-sische Minstrels und waltsische Barden murmelten Gebete, und