Wilsrcd seufzte und schwieg, indeß Richard sich freute, daß erden Raibgeber zum Schweigen gebracht habe, ob er gleich im Her-zen die Wahrheit seiner Beschuldigungen eingestehen mußte. ZuRobin Hood sich wendend, sagte er darauf: „König der Geächte-ten, habt Ihr denn Eurem Bruder König keine Erfrischung anzu-bieten? Denn die tobten Kerle da haben mir Appetit gemacht."
„Ich wage es nicht," versetzte der Geächtete, „Eurer Ma-jestät von dem Vorrathe, der sich noch bei uns befindet" —Hier stockte er verlegen.
„Wildpret, denk ich doch?" sagte Richard heiter, „beffereKostkann derHunger nicht wünsche», und wenn ein König nicht zu Hausebleiben undsein Wild selbst schießen will, so darf er auch nicht zulaut darüber werden, wenn er es von Andern erlegt findet."
„Wenn denn also Eure Majestät," sagte Robin, „abermalseinen von Robin Hood's Sammelplätzen mit Eurer Gegenwartbeehren will, so soll's an Wildpret nicht fehlen, auch ein TrunkBier, oder ein Becher erträglichen Weins soll zu Befehl sein."
Der Geächtete zeigte sogleich den Weg; ihm folgte derlustige Monarch, glücklicher wahrscheinlich bei diesem zufälli-gen Zusammentreffen mit Robin Hood und seinen Waldgesel-len, als wenn er sich im königlichen Staate, als der Ersteim Kreise seiner Pairs und Edlen, befunden hätte. Neuheitder Gesellschaft und Abenteuerlichkeit waren die Würze desLebens für den löwenherzigen Richard, und zwar um so mehr,je mehr dabei Gefahren zu bestehen und zu überwinden wa-ren- Der glänzende, aber nutzlose Charakter eines romanti-schen Ritters war in Richard ganz verwirklicht, und seineraufgeregten Einbildungskraft galt der persönliche Ruhm, dener sich durch eigene Waffenthaten erworben hatte, weit mehrals der, den eine stete Klugheit und Weisheit um seine Re-gierung auch dem Laufe eines schnellen und glänzenden Me-
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