Töne auf diesem Horne geblasen, bringen, wenn wir's bedürfen,eine ganz artige Bande von den guten Ileomen um uns zusam-men."
„Ich möchte sagen, davor bewahre uns der Himmel," ver-setzte der Narr, „doch des Pfandes wegen könnten sie unswohl friedlich ziehen lassen."
„Wie?" was meinst Du?" sagte der Ritter, „glaubst Du,sie werden uns ohne dies anfallen?"
„Ich sage gar nichls," versetzte Wamba, „denn die grünenBäume haben Ohren, wie die steinernen Wände. Aber kannstDu mir das erklären, Ritter, wann ist es besser, daß DeineWeinflasche und Dein Beutel leer ist?"
„Niemals, denk' ich," versetzte der Ritter.
„Wegen einer so einfältigen Antwort solltest Du eigentlichnie einen vollen in Händen haben. Besser ist's, Deine Flascheist leer, ehe Du sie einem Sachsen gibst, und besser liegt DeinBeutel zu Hause, als daß Du ihn bei Dir hast im grünen Walde-"
„Hältst Du denn unsere Freunde für Räuber?" fragte derRitter vom Fesselschloß.
„Das habe ich ja gar nicht gesagt, bester Herr, es kann aberwohl dem Pferde des Reiters Erleichterung schaffen, wenn derMantelsack ihm abgenommen wird, vorzüglich wenn es einen lan-gen Weg zu machen hat; und der Seele des Mannesmag es auchfrommen, wenn sie von dem befreit wird, was doch die Wurzel allesUebels ist. Ich mag daher denen, die dafür sorgen, keinen hartenNamen geben. Ich wünsche bloß meinen Mantelsack nach Hauseund meinen Beutel in's Zimmer, sobald ich mit den guten Leutenzusammentreffe; es erspart ihnen doch immer eine Verlegenheit."
„Wir sind verpflichtet für sle zu beten, mein Freund, trotzdes schönen CharaklerS, den Du ihnen beilegst."
„Beten für sie von ganzem Herzen," sagte Wamba, „aber nur
Jvauhee. III. g