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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
130
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I3V

in der Stadt, nicht im Walde, so wie etwa der Abt von SanctBees,der in einem alte» hohlen Eichbaume ihnen Messe lesen mußte."

Du lügst, Wamba," sagte der Ritter,diese Aeomen lei-stete» Deinem Herrn, dem Cedric, recht brave Dienste zu Tor-quilstone."

Ja, das war aber, weil ste mit dem Himmel handelten."

Handelten? wie meinst Du das, Wamba?"

Nun, sie halten eine ordentliche Rechnung mit dem Himmel,ungefähr wie derJudeJmac mit seinen Schuldnern hält; erstrecktihnen wenig vor, und laßt sie reichliche Zinsen dafür geben."

Das verstehe ich nicht," versetzte der Ritter,Du mußtDich deutlicher erklären."

Wenn denn Eure Tapferkeit so gar einfältig ist, so hört,diese edlen guten Leute wiegen eine gute That immer mit ei-ner auf, die gerade nicht so löblich ist; sic geben zum Beispieleinem Bettler eine Krone und nehme» einem feisten Abte da-für hundert Byzantiner ab, sie küssen eine liederliche Dirneim Walde, und lassen einer armen Wittwe Ruhe."

Welche von beiden war denn die gute That, welche dieschlechte?" unterbrach ihn der R tter.

Ein guter Stich," sagte Wamba,witzige Gesellschaft machtklug. Ich wette, Ihr habt nichts so Gutes gesagt, als Ihr beimTrunk Eure Vesper» hieltet mit dem kühnen Einsiedler. Laßtnur gut sein, die drolligen Waldlcute lassen Euch eine Hütte auf-baucn, und brennen dafür ein Schloß nieder; ste setzen einen ar-men Gefangene» in Freiheit, und ermorden einen stolzen Sheriff,oder um der Sache näher zu kommen, sic befreien einen sächsischenFreisaßcn und verbicnnen einen normännischenBaron bei leben-digem Leibe. Mit einem Worte, es sind recht artige Diebe und rechthöflicheRäuber; doch cs ist immer das Beste mitihncn zusammenzu treffen, wenn ste eben schlecht stehen in ihrer Rechnung."