Druckschrift 
14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
128
Einzelbild herunterladen
 

128

aus, welche die Gefahr nicht fürchtete, und sie, wenn sie sichnahte, muthig bekämpfte. Sie war dem ja nie ein fremder Ge-danke, dem Krieg und Abenteuer eigentlich zum Gewerbe dienten.

Der Narr trug seine gewöhnliche phantastische Kleidung, al-lein die letzten Vorfälle hatten ihn doch bestimmt, sich eine» guten,krummen Säbel, statt des hölzernen, nebst einem ordentlichenSchilde anzuschaffen. Von beiden Waffe» hatte er, seiner Pro-fession ungeachtet, während der Erstürmung von Tvrqnilstoneeinen recht guten Gebrauch zu machen gewußt. Wamba's Schwächebestand eigentlich nur darin, daß er voller Unruhe nicht lange ineiner Stellung bleiben oder einen gewissen, festen Jdeengangverfolgen konnte, ob er gleich einige Minuten aufmerksam genugwar, um ein augenblickliches Geschäft ausznfuhren oder ein Ge-spräch schnell aufzunehmen. Zu Pferde schwang er sich daherimmerwährend von vorn nach hinten und umgekehrt, und beun-ruhigte sein Pferd dergestalt, daß cs ihn endlich ins Gras warf,ein Vorfall, der den Ritter sehr belustigte, und den Abgewor-fenen nöthigte, künftig ruhiger zu sitzen.

Beim Beginn der Reise finden wir das lustige Paar, einVirelai, wie man es nannte, singend, worin es freilich der Narrdem geübteren Ritter vom FeffeUchloß nicht gleichthun konnte.Darauf stimmte Jener ein Liedchen an zum Lobe eines Ijeomanaus Kent, der sich eine hübsche Wittwe erobert hatte, welcheeinem Ritter und Knappen ziemlich spröde begegnet war.

Ei," sagte der Ritter,wenn doch unser Wirth vom Ge-richtsbauwe oder der lnstigc Bruder, sein Kaplan, diesen Sangzum Lobe des verwegenen Ieoma» gehört hätte."

Das wünschte ich nun eben nicht," sagte Wamba,wohlaber das Horn, das hier an Eurem Gürtel hängt"

E>," versetzte Jener,das ist ein Pfand von Locksley's guterGesinnung, ob ich cs gleich wahrscheinlich nicht nöthig habe. Drei