lung seines Pferdes und der nöthigen Schonung desselbenbeibringend. Endlich gelang es ihm, sich von der ihm lästigenBegleitung loszumachen; er befahl Gurth, seinem Knappen,wie dieser sich selbst nannte, dicht neben ihm zu bleiben, undso folgte er der Spnr des schwarzen Ritters in den Wald, in-deß der Abt ans dem Klvsterthore ihm lange noch nachsah und sichärgerte, daß er seine Malkin dem fluchtigen Ritter anvertrauthatte. Er faßte sich jedoch bald und meinte, er müsse auch etwaszum Besten von Alt-England thun, wenn nicht mit seinen eigenenKräften, doch mit denen feines Rosses, und so begab er sich getrostin's Speisezimmer, um bei Stockfisch und Bier zu präsidiren,das so eben als Frühstück der Mönche anfgetragen worden war.
Unterdessen zogen der schwarze Ritter und sein Führer ge-mächlich durch den Dickicht des Waldes. Der Ritter brummteeine Melodie von irgend einem verliebten Troubadour vor sichhin, und munterte zuweilen durch Fragen seinen geschwätzigenGefährten auf, so daß ihre Unterhaltung eine seltsame Mischungvon Scherz und Gesang bildete, wovon wir dem Leser gerneinen Begriff beibringen mochten.
Man denke sich de» Ritter, wie wir ihn schon beschriebenhaben, groß, stark und breitschulterig, sitzend ans seinem mäch-tigen, schwarzen Rosse, das so recht für seine Größe und Lastgemacht zu sein schien, so daß cs ohne alle Mühe unter ihmfortschritt; er hatte das Visir des Helmes anfgeschlagen, umfrei Athem zu schöpfen, blos der untere Theil war geschlossen,so daß man sein Gesicht nur zum Theil erkennen konnte. In-dessen waren seine gebräunten Wangen und die großenblauen Augen deutlich genug zu sehen, welche unter dem dun-keln Schatten des erhobenen Visirs in ungewöhnlicher Kühnheitflammten; der Blick und die ganze Haltung des Ritters drück-ten sorglose Heiterkeit und furchtloses Vertrauen einer Seele