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lieber den sanfter« Gefühlen der Natur zu, die es schmerzlichverwundet, daß eine so schöne Form ein Gefäß der Verwor-fenheit sein sollte. Bereue, meine Tochter! Bekenne DeineZaubereien, wende Dich von dem Bösen, umfasse dieses Zei-chen, und Alles soll gut werden mit Dir jetzt und künftig.In irgend einer Schwestcrschast des strengsten Ordens sollstDu Zeit haben zu Gebet und Buße, und zu jener Reue, dieman nie bereut. Thue dies und lebe! Was hat denn dasGesetz Mvsis für Dich gethan, daß Du dafür sterben solltest?"
„Es war das Gesetz meiner Väter," entgegncte Rebecca,„es wurde unter Donner und Sturm auf dem Berge Sinaiin einer Wolke und im Feuer gegeben. Das glaubt Ihr doch,wenn Ihr Christen seid? Aber Ihr sagt, cs sei widerrufenworden, doch meine Lehrer haben mir das nicht gelehrt."
„Laßt unfern Kaplan vortreten," sagte Beaumanvir, „unddie hartnäckige Ungläubige lehren" —
„Verzeiht meine Unterbrechung," entgegncte Rebecca sanft,„ich bin ein Weib, und nicht geschickt für meine Religion mitWorten zu streiten, aber ich kann für sie sterben, wenn esGottes Wille ist. Laßt mich Eure Antwort auf meine For-derung eines Kämpfers wissen."
„Gebt mir den Handschuh," sagte Beaumanvir. Er blicktedas feine Gewirk an, und die zarten kleinen Finger, undsprach dann: „Ein sehr schwaches, gebrechliches Pfand für ei-nen so tödlliche» Zweck! Siehst Du, Rebecca, wie sich Deinkleiner leichter Handschuh Verhält zu unfern schweren stähler-nen Handschuhen, so Deine Sache zu der des Tempels, dennes ist unser Orden, den Du herausforderst."
„Werft meine Unschuld in die Wagschale," antworteteRebecca, „und der seidene Handschuh wird den von Eisen auf-wiegen."