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„Fort mit dem elenden Schwätzer!" sagte Beaumanoir,der nicht vorbereitet war, diese praktische Anwendung seinerallgemeinen Regel sogleich zu widerlegen.
Higg, der Sohn Snell'ü, zog sich in den Haufen zurück,aber da er an dem Schicksal seiner Wohlthäterin Theil nahm,so verweilte er still, bis er ihr Urthcil vernähme, selbst aufdie Gefahr hin, dem düstern Blicke des strengen Richters aber-mals zu begegnen.
Jetzt befahl der Großmeister Rebecca sich zu entschleiern.Jetzt öffnete sie zum erstenmal ihre Lippen und sagte ruhig,aber mit Würde, es sei nicht Sitte der Töchter ihres Volks,ihr Angesicht zu enthüllen, wenn sie allein wären in einer Ver-sammlung von Fremden. Der sanfte Ton ihrer Stimme unddie Milde ihrer Antwort erregte in der Versammlung ein Ge-fühl des Mitleids und der Theilnahme. Allein Beaumanoir,dem die Unterdrückung jedes Gefühls der Menschlichkeit, dasmit seiner vermeintlichen Pflicht streiten konnte, ein Verdienst zusein schien, wiederholte den Befehl, daß das Opfer der Gerech-tigkeit solle entschleiert werden. Schon waren die Wachen imBegriff, ihr den Schleier zu entreißen, als sie vor den Großmei-ster trat und sagte: „Um der Liebe willen, die Ihr für EureTöchter hegt — doch," fuhr sie sich besinnend fort, „Ihr habtja keine Töchter — nun, bei dem Andenken an Eure Mutter,bei der Liebe zu Euren Schwestern, beschwöre ich Euch, laßtmich nicht so in Eurer Gegenwart behandelt werden. Ichwill Euch gehorchen," fügte sie mit dem Ausdruck duldendenGrams und einem Tone hinzu, der Beaumanoir'S Herz selbstfast geschmolzen hätte, „Ihr seid die Aeltesten unter EuremVolke, und auf Euren Befehl will ich das Gesicht eines un-glücklichen Mädchens zeigen."
Sie schlug den Schleier zurück und blickte sie mit einem Aus-