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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
90
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so

stätigen, welchen Gefahren sich Bois-Guilbert ausgesetzt habe, umRebecca aus dem brennende» Schlosse zu retten, so wie die Ver-nachlässigung des Schutzes seiner eigenen Person bei dem Stre-ben, sie vor Gefahr zu sichern. Die Männer erzählten Alles miteiner Uebcrtreibung, die gemeinen Leuten eigen ist, wenn sie durchein merkwürdiges Ereigniß aufgeregt werden, und ihre natür-liche Neigung zum Wunderbaren wurde sehr verstärkt durch dieBemerkung, daß ihr Zeugniß der hohen Person zu gefallen schien,zu deren Aufklärung es abgelegt wurde. Die Selbstaufopfe-rung des Ritters bei Rcbecca's Vertheidigung wurde nicht nurals weit über die Grenzen der Klugheit, sondern selbst über diedes höchsten ritterlichen Eifers gehend dargestellt; so wie seineVerehrung gegen das, was sie sagte, wenn gleich ihre Spracheoft streng und vorwurfsvoll war, so übertrieben angegeben,daß sie bei einem Manne von seinem stolzen Charakter alsganz übernatürlich erscheinen mußte.

Nun wurde der Präceptor von Templestowe aufgefordert zubeschreiben, cuif welche Weise Bois-Guilbert und die Jüdin in dasPräceptorium gekommen seien. Malvoisin's Zeugniß wurde da-bei streng im Auge behalten. Indem er sich aber dem Anscheinenach bemühte, Bois-Guilbert's Gefühle zu schonen, ließ er vonZeit zu Zeit Winke fallen, welche andeuteten, daß er zuweilenan Geistesabwesenheit leide, weshalb er auch so außerordentlichin das mitgebrachte Mädchen verliebt gewesen sei. Mit Seuf-zern gestand der Präceptor seine Zerknirschung, daß er Rebeccaund ihrem Liebhaber im Präceptorium eine Zuflucht gestattethabe.Aber meine Vertheidigung," setzte er hinzu,habe ich inmeinem, dem ehrwürdigen Vater Großmeister abgelegten Be-kenntnisse geführt; er weiß, daß die Beweggründe nicht schlechtwaren, obgleich mein Benehmen nicht derRegel gemäß gewesen ist.Ich unterwerfe mich gern der über mich zu verhängendenBuße."