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„Wohl gesprochen, Bruder Albert," sagte Beaumanoir.„Dreizehn Paternoster sind von unserm frommen Stifter für dieMorgenandacht und neun für die Vespern bestimmt; diesemagst Du verdoppeln. Dreimal wöchentlich ist den Templernder Genuß des Fleisches gestattet; doch Du sollst Dich desselbendie ganze Woche hindurch enthalten. Hast Du das sechsWochcnhintereinander beobachtet, so ist Deine Buße vollendet."
Mit einem heuchlerischen Blicke der tiefsten Unterwürfig-keit verbeugte sich der Präceptor von Templestowe vor seinemObern und nahm seinen Sitz wieder ein.
Herrmann von Grodarlike, der vierte gegenwärtige Präcep-tor, ein alter Krieger, dessen Gesicht mit mancher bedeutendenNarbe von türkischen Säbeln gezeichnet war, stand jetzt auf,verbeugte sich vor dem Großmeister und erhielt sogleich die Er-laubnis; zu reden: „Ich möchte wohl, verehrter Vater, vonunserm tapfern Bruder Bois-Guilbert selbst vernehmen, waser zu diesen wunderbaren Anklagen sagt, und wie er jetztselbst seinen Umgang mit dem Judcnmädchcn betrachtet?"
„Brian de Bois-Guilbert," sagte der Großmeister, „Duhörst die Frage, welche unser Bruder von Grodarlike von Dirbeantwortet wünscht. Ich befehle Dir darauf zu antworten."
Bois-Guilbert wandte sein Gesicht bei dieser Anrede zudem Großmeister und schwieg.
„Er ist von einem stummen Teufel besessen," sagte derGroßmeister. „Hebe Dich weg, Satanas! Sprich, Brian deBois-Guilbert, ich beschwöre Dich bei diesem Symbole unse-res heiligen Ordens!"
Bois-Guilbert unterdrückte mit Mühe seine Verachtung undseinen Unwillen, da ihm, wie er wohl wußte, die Acußerungdesselben nichts würde geholfen haben.
„Brian de Bois-Guilbert," entgegnete er, „antwortet nicht