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hier versunken sehe! — Ja, aber ich will den Tempel wiederreinigen und alle verunreinigten Steine des großen Bauesausstoßen, damit nirgends Ansteckung hafte!"
„Aber bedenkt, ehrwürdiger Vater," sagte Mont Fichet, „dieAnsteckung ist durch Zeit und Gewohnheit schon tief eingewachsen.Seid daher behutsam in Eurer gerechten und weisen Reform."
„Nein, Mont Fichet, sic muß durchgreifend und plötzlich sein.DerOrden steht auf demP unkte der Entscheidung seines Schicksals;die Mäßigkeit, Selbstbeherrschung und Frömmigkeit unserer Vor-fahren schaffte uns mächtige Freunde; unsere Anmaßung, unserReichthum, unsere Schwelgerei hat uns mächtige Feinde erweckt.Wir müssen diese Reichthümer von uns werfen, welche eineVersuchung für die Fürsten sind — wir müssen die Anmaßungablegen, die sie beleidigt — wir müssen die ausschweifendenSitten verbessern, welche der ganzen Christenheit zum Aerger-niß dienen! Oder — gedenke meiner Worte — der Orden desTempels wird zerstört werden — und seine Stätte selbst wirdnicht mehr bekannt sein unter den Völkern."
„Möge Gott ein solches Unheil abwenden!" sagte der Prä-ceptor.
„Amen!" versetzte der Großmeister feierlich, „aber wirmüssen uns auch seiner Hülfe würdig machen."
In diesem Augenblick trat ein Knappe in einem abgetragenenKleide — denn die Aspiranten des Ordens trugen währendihres Noviziats die abgelegten Kleider der Ritter — in denGarten, und indem er sich demuthsvoll vor dem Großmeisterneigte, blieb er schweigend stehen, und erwartete die Erlaub-niß, seinen Auftrag mitzutheilen.
„Ist es nicht schicklicher," sagte der Großmeister, „diesenDamian in das Gewand christlicher Demuth gekleidet zu sehen,und schweigend, ehrerbietig vor seinem Obern, als vor ein