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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
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gegen einander ausübten. Er bestand darauf, daß er sich zurRuhe begeben solle, und wendete alle damals gewöhnlichenMittel an, um den Fortgang des Fiebers zn hemmen, welchesSchreck, Ermüdung, schlechte Behandlung und Kummer demarmen alten Juden zugezogen batten.

Am nächsten Morgen, als Jsaac sagte, er wolle aufstehen undseine Reise fortsetzen, machte ihm Nathan als Wirth und ArztGegenvorstellungen. Doch Jsaac theilte ihm den Zweck sei-ner Reise mit, und sagte, wenn es ihm auch das Leben koste,so müsse er noch an dem Morgen nach Tcmplestowe abreisen.

Nathan theilte ihm dagegen die Nachricht mit, daß derGroßmeister der Templer, Lucas Beaumanoir, im Präcepto-rium zu Tcmplestowe angekommen sei, welches für sein Vor-haben günstig sein könne.

Jsaac sagte demnach seinem Freunde Lebewohl, und etwa ineiner Stunde kam er zu Tcmplestowe an. Er verweilte amThor, um zu bedenken, auf welche Weise er am Besten Ein-tritt erhalten könne; denn er wußte sehr wohl, daß der wie»derauflebende Fanatismus des Ordens für seinen unglücklichenStamm nicht weniger gefährlich sei, als für die Ausgelassen-heit der Mitglieder desselben.

Mittlerweile ging LucaS Beaumanoir in einem kleinen Gartenauf und ab, der zum Präceptorium gehörte, und hielt einetraurige und vertraute Unterredung mit einem Bruder seinesOrdens, der in seiner Gesellschaft aus Palästina gekommen war.

Der Großmeister war ein Mann von vorgerückten Jahren,wie sein langer grauer Bart bezeugte, und die langen grauenAugenbrauen, welche die Augen beschatteten, deren Feueraber keineswegs die Jahre im Stande gewesen waren auSzu-löschen. Seine finstern Züge bezeichneten ihn als einen ge-fürchteten Krieger, und sein geistlicher Stolz als einen bi'got-