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14 (1851) Ivanhoe
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Bedürfniß leicht befriedigen; denn glaube nicht, daß ich michdurch Deine Betheuerungen der Armnth täuschen lasse. Ichbin genauer mit dem eisernen Kasten bekannt, worin Du DeineGeldsäcke aufbewahrst. — Was! kenne ich nicht den großenStein unter dem Apfelbaum, der zu dem gewölbten Gemacheunter Deinem Garten zu Jork führt?" — Der Jude wurdetodtenblaß. — „Aber furchte nichts von mir," fuhr der Geäch-tete fort, „denn wir kennen einander schon länger. ErinnerstDu Dich nicht des kranken Ieoman, den Deine schone Toch-ter Rebecca aus dem Kerker zu Jork befreite und ihn so langein Deinem Hanse behielt, bis seine Gesundheit wieder herge-stellt war, wo Du ihn mit einem Stück Geld entließest? —Wucherer wie Du bist, hast Du doch nie Geld auf bessere Zin-sen gethan, als jene Silbermünzc, denn sie hat Dir heutefünfhundert Kronen gerettet."

„Und Du bist der, den wir Diccon den Bogenschützen nann-ten?" sagte Jsaac; „es war mir immer, als müßte ich denTon Deiner Stimme kennen."

„Ich bin Diccon der Bogenschütze," sagte der Hauptmann,„und Locksley, und habe außer diesen noch einen guten Namen."

„Aber Du irrst Dich hinsichtlich des gewölbten Gemaches,guter Diccon. So wahr mir der Himmel helfe, es ist nichtsdarin, als einige Waare, die ich Dir gerne überlassen will —hundert Ellen lincolngrünes Tuch, um Deinen Leuten Röckedaraus machen zu lassen, und hundert Stäbe von spanischemEibenbaumholz zu Bogen, und hundert seidene Bogensehnen,zäh, rund und fest — diese will ich Dir schicken für Deinenguten Willen, ehrlicher Diccon, wenn Du von dem Gewölbeschweigen willst, mein guter Diccon."

„Ich werde schweigen, wie das Grab," sagte der Geächtete,„und glaube mir niemals wieder, wenn ich nicht um Deine