Handwerk verstehst, wie vom Kriege! — Gewiß hast Du zuDeiner Zeit manchen Hirsch erlegt. — Kameraden merkt Eachdiese Worte, es ist der Ruf des Ritters vom Fesselschloß, undwer ihn hört, und nicht eilt, ihm in der Noih bcizustehen, denwill ich mit seiner eigenen Bogensehne auö unserer Bandepeitschen lassen.''
„Lange lebe unser Anführer!" riefen die Aeomen, „undlange lebe dev schwarze Ritter vom Fesselschloß! — Möge erbald unsers Dienstes bedürfen, damit wir zeigen können, wiegern wir ihm denselben leisten."
Nun schrill Locksley zur Vertheilung der Beute, die er mitder löblichsten Unparteilichkeit ausführte. Der zehnte Theil desGanzen wurde für die Kirche und zu frommen Zwecken reservirt,ein Theil kam dann in den allgemeinen Schatz; ein Theil wurdeden Wittwen und Kindern der Gefallenen angewiesen, oder zuSeelenmessen für die bestimmt, welche keine Familie hinterlaffenhatten. Das Uebrige wurde nach ihrem Range und Verdienstunter die Geächteten vertheilt, und das Urtheil des Anführersw irde bei allen zweifelhaften Fällen mit der größten Scharssichtabgegeben und unbedingt angenommen. Der schwarze Nltterwar nicht wenig erstaunt zu finden, daß Männer in gesetzlosemZustande dennoch unter sich so regelmäßig und gerecht regiertwurden, und Alles, was er bemerkte, erhöhte seine Meinung vonder Gerechtigkeit und dem richtigen Urtheil ihres Anführers.
Als jeder seinen Anthcil an der Beute genommen, undwährend der Schatzmeister, von vier kräftigen Ieomen beglei-tet, das, was dem Staate gehört an einen sichern Ort ge-bracht halte, war der Theil, welcher der Kirche geweiht war,noch von Niemand in Anspruch genommen worden.
„Ich wollte wir könnten etwas von unserm lustigen Kaplanerfahren," sagte der Hauptmann, — „er Pffrgt sonst nie abwe-