Druckschrift 
14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
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»Ich fliehe nicht," versetzte Rebecca,wir retten uns, odergehen zusammen zu Grunde. Aber, Gott im Himmel, meinVater! mein Vater! Was wird dessen Schicksal sein?"

In diesem Augenblick wurde die Thür des Gemaches geöff- --net und der Templer trat herein ein furchtbarer Anblick,denn seine vergoldete Rüstung war zerbrochen und blutig, undder Federbusch auf seinem Helm theils zerhauen, theils ver-brannt.Ich habe Dich!" sagte er zu Rebecca,Du sollstnun sehen, daß ich mein Wort halten werde, Wohl und Wehemit Dir zu theilen. Es gibt nur noch einen Weg zur Ret-tung, ich habe ihn mir durch fünfzig Dolche bis zu Dir ge-bahnt! Auf, und folge mir augenblicklich!"

Allein folge ich Dir nicht," cntgegnete Rebecca.WennDu vom Weibe geboren bist, wenn noch ein menschliches Ge-fühl in Dir lebt, wenn Dein Herz nicht, wie Dein Panzer,von Stahl ist, so rette meinen alten Vater, rette den ver-wundeten Ritter!" j

Ein Ritter, Rebecca," cntgegnete der Templer, mit seinergewöhnlichen Kälte,ein Ritter muß seinem Schicksale zu be-gegnen wissen, sei cs in Gestalt des Schwertes oder der Flamme;und wen kümmert es, wann und wie den Juden das seinigeereilt?"

Wilder Krieger," sagte Rebecca,eher will ich in denFlammen umkommen, als Dir meine Rettung verdanken."

Du hast keine Wahl, Rebecca, einmal hast Du mich ge-täuscht; aber keinem Sterblichen gelingt dergleichen zum zwei-tenmal." Mit diesen Worten ergriff er das erschrockene Mäd-chen, welches die Luft mit ihrem Geschrei erfüllte, und trugsie aus dem Zimmer, ohne auf die Drohungen zu achten,welche Jvanhoe gegen ihn aussticß.

Kurz daraiss trat der tckwarze Ritter in's Gemach und