ihn theilen ficht. Fletsche Deine Zähne nicht, Front-de-Boeuf
— rolle Deine Augen nicht — drohe mir nicht mit der Faust!
— Die Hand, welche gleich der Deines berühmten Ahnherrn,der fich den Namen Deines Geschlechts erwarb, mit einemSchlage den Schädel des wilden Stiers hätte zerschmetternkönnen, ist jetzt entnervt und kraftlos gleich der meinen!
„Elende mörderische Here!" entgegnete Front-de-Beouf;„abscheuliche Nachteule! willst Du noch jauchzen bei denTrümmern, bei deren Umsturz Du geholfen?"
„Ja, Reginald Front-de-Boeuf," antwortete fie, „es istUlrica! — Es ist die Tochter des ermordeten Torquil Wolf-ganger! — Es ist die Schwester seiner erschlagenen Söhne!Vater, Brüder, Ehre, Gut und Habe fordert fie von Dir!
— Denke an Deine Schandthaten, Front-de-Boeuf, und ant-worte mir, ob ich nicht die Wahrheit rede. — Du warst meinböser Engel, und ich will der Deine sein! Ich will Dich ver-folgen bis zum Augenblick der Auslösung!"
„Abscheuliche Furie!" rief Front-de-Boeuf, „den Augen-blick sollst Du nie sehen! — He! Giles, Clemens, Eustace!Saint Maur, Stephan! ergreift die Here und stürzt fie kopf-über von der Mauer! Sie hat uns den Sachsen verrathen!
— Wo bleibt Ihr falschen Schurken?"
„Rufe nur Deine Sklaven, tapferer Baron," sagte dieAlte mit hönischem Lächeln; „Du wirst keine Antwort erhal-ten und auch keine Hülse! Hörst Du diese schrecklichen Töne?
— Bei diesem Kampfgeschrei geht dein Haus zu Grunde!Front-de-Boeuf's mit Blut befestigte Macht wankt aus ihremGrunde, und vor seinen verachtetsten Feinden! — Die Sach-sen, Reginald, die verachteten Sachsen stürmen Deine Mauern!Was liegst Du denn hier wie ein ermüdeter Knabe, wenn derSachse Deine Veste stürmt?"
Jvanhoe ii.
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