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bestätigt. DasRitterthum, Mädchen, ist die Nährerin der reinsten,schönsten Liebe, der Stab des Unterdrückten, der Trost des Beküm-merten, die Macht, unterder sich die Gewalt derThrannen beugt.Ohne dieses istderAdel ein leerer Name, und an seiner Lanze undseinem Schwerte findet die Freiheit ihren wirksamsten Schutz."
„Freilich," sagte Rebecca, „ich bin aus einem Geschlechteentsprossen, dessen Muth sich nur in der Vcrthcidigung desVaterlandes auszeichnete, und das, auch als es noch ein Volkwar, nur Krieg führte auf Befehl seines Gottes, oder zurAbwendung fremder Unterjochung. Der Klang der Trompe-ten erweckt Juda nicht mehr, und seine verachteten Kinderfind jetzt die Opfer feindlicher und kriegerischer Unterdrückung.Wohl hast Du gesprochen, Ritter, so lange der Gott Jakobsnicht einen zweiten Gideon oder einen neuen Maccabäus sei-nem erwählten Volke erwecken wird, ziemt es einem jüdischenMädchen nicht von Schlacht und Kampf zu reden "
Das hochgesinnte Mädchen beschloß ihre Rede in einemTone des Kummers, der das Gefühl der Entwürdigung ihresVolkes bezeichncte, verbittert vielleicht noch durch den Gedan-ken, daß Jvanhoe sie als eine Person betrachtete, die nicht be-rechtigt sei, sich in eine Ehrensache zu mischen, und unfähig,Empfindungen der Ehre und Großmuth Raum zu geben.
«Wie wenig kennt er dieses Herz," sagte sie zu sich selbst,„wenn er meint, Feigheit und Niedrigkeit der Seele müßten hierwohnen, weil ich das phantastische Ritterthum der Nazarener geta-delt habe. Wollte doch der Himmel, daß mein Blut, Tropfen fürTropfen vergossen,Juda'sGefangenschaftlösen könnte! Ja, möchtees auch nur dazu dienen, meinen Vater und diesen seinen Wohlthä-ter aus den Händen des Unterdrückers zu befreien. O, der stolzeChrist sollte dann sehen, ob eine Tochter aus Gottes erwähltemVolke es nicht wagen würde, cben so muthvoll zu sterben, als das