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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
169
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Ach!" sagte die schöne Jüdin,was ist das anders, tapfererRitter, als ein Opfer dem Dämon eitler Ehre gebracht, eine Läu-terung in dem Feuer des Moloch ? Was bleibt Euch denn als Preisfür all das Blut, das Ihr vergossen, für alle Mühe und Arbeit,die Ihr übernommen, für alle Thränen, die Ihr durch Eure Tha-ten erpreßt habt, wennnunderToddesstarken Mannes Lanze zer-brochen, und sein Schlachtroß in vollem Laufe eingeholt hat?"

Was uns bleibt?" rief Jvanhoe,Ehre, Mädchen, Ehre,die unser Grabmal vergoldet und unfern Namen verewigt."

Ehre?" fuhr Rebecca fortist der verrostete Panzer,der über dem versunkenen, moderersülllen Grabe des Kämpfershängt ist die halb erloschene Inschrift darauf, die der un-wissende Mönch dem forschenden Fremdling kaum vorzulesenvermag sind diese hinreichender als für die Aufopferungeines zärtlichen, milden Gefühls, für ein Leben, elend hinge-bracht, um Andere elend zu machen? Oder liegt in dem ro-hen Gesänge eines wandernden Sängers so viel Zauber, daßman häusliches Glück, Zärtlichkeit, Ruhe und Frieden hin-gibt, um nur der Held einer Ballade zu werden, die herum-ziehende Minstrels trunkenen Burschen beim Bier Vorsingen?"

Bei Hcreward's Seele!" versetzte der Ritter ungeduldig,Du sprichst über etwas, Mädchen, was Du nicht verstehst.Du würdest das reine Licht des Ritterthums auslöschen, dasden Edlen von dem Gemeinen, den freien Rittex von demSklaven und dem Wilden unterscheidet, welches uns das Le-ben unendlich viel geringer achten läßt, als die Ehre, welchesuns siegen läßt über Mühen, Qualen und Leiden, und unslehrt kein Uebel zu fürchten, als Beschimpfung. Du bist keineChristin, Rebecca, Dir sind die erhabenen Gefühle unbekannt,welche die Brust eines edlen Mädchens erfüllen, wenn ihr Ge-liebter eine kühne Waffenthat vollbracht hat, die seine reineLiebe