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14 (1851) Ivanhoe
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Felde! Was soll das bedeuten? Siehst Du sonst nichts,Rebecca, woran man den schwarzen Ritter erkennen könnte?"

Nichts," entgegnete die Jüdin,Alles um und an ihm istschwarz, wie das Gefieder eines Raben. Aber wer ihn einmalhat fechten sehen in der Schlacht, erkennt ihn leicht unter lausendKriegern. Freudig eilt er zum Handgemenge, als ginge es zueinem Feste. Es scheint, als legte er den ganzen Geist, die ganzeSeele in jeden Streich, den er dem Feinde beibringt. Gottvergebe ihm die Sünde des Blutvergießens! Aber es istherrlich, wenn auch schrecklich zu sehen, wie der Arm und derMuth eines Einzigen über Hunderte triumphiren kann."

Rebecca," sagte Jvanhoe,Du hast einen Helden geschil-dert! Sicherlich ruhen sie nur aus, oder denken auf Mittel überden Graben zu kommen. Unter solchem Führer gibt man keinkühnes Unternehmen auf. O, ich schwöre es bei der Ehre meinesHauses, bei dem Namen der Schönen, die ich verehre, ich wolltegern zehn Jahre gefangen sein, wenn ich nur einen Tag in einemsolchen Kampfe an des edlen Ritters Seite fechten könnte."

O," rief Rebecca, indem sie ihren Platz am Fenster ver-ließ und sich dem Lager des Verwundeten nähertedieseunendliche Sehnsucht nach Gefechten, diese Unruhe, diese An-strengung bei Eurer jetzigen Schwäche muß Eurer Genesungschaden- Wie mögt Ihr hoffen, Andern Wunden beizubrin-gen, ehe Ihr von Euren eigenen genesen seid?"

Rebecca," entgegnete er,Du weißt nicht, wie unmögliches Einem ist, der zu Thaten der Ritterschaft erzogen ward, unthä-tig zu bleiben, wie ein Priester oder ein Weid, während Thatender Ehre um ihn vollbracht werden. Wirleben nicht, wir wünschennicht zu leben, als so lange wir siegreich sind und ruhmgekrönt.Dies, Mädchen, sind die Gesetze der Ritterschaft, die wir beschwo-ren haben, und denen wir Alles opfern, was uns theuer ist "