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darüber weiter nachzudenken, denn der Lärm derZurüstungen zumKampfe im Schlosse wurde jeden Augenblick stärkerund betäuben-der. So schrecklich dies im Ganzen, und so furchtbar die Begeben-heit war, derjenerbedeutungsvollvorausging, so mischte sich dochin Rebecca's Angstein Gefühl der Erhabenheit, und sie recitirte fürsich Stellen aus den heiligen Büchern, die sich darauf bezogen.
Jvanhoe glich bei diesen Reden einem Schlachtroffe, wel-ches vor Ungeduld glüht, sich auch in den Kampf zu stürzen.«Könnte ich mich nur zu jenem Fenster schleppen," sagte er,«daß ich dem Kampfe zusehen könnte! Oder hätte ich nureine Streitart, um nur einen Streich zu unserer Befreiung zuthun. Aber umsonst! Umsonst! Ich bin kraft- und waffenlos!"
„Quäle Dich nicht selbst, edler Ritter," versetzte Rebecca,«die Töne sind plötzlich verstummt, es ist wohl gar nicht zumKampf gekommen!"
„Du kennst das nicht," sagte Wilfred voll Ungeduld, „dieseTodtenstille beweist blos, daß die Männer auf ihren Postenauf den Wällen sind, und jeden Augenblick den Angriff er-warten; was wir gehört haben, war nur das entfernte Mur-meln des Sturmes, jetzt wird er in seiner ganzen Wuth aus-brechen. O, könnte ich nur jenes Fenster erreichen!"
„Du wirst Dir durch diesen Versuch selber schaden, edlerRitter," versetzte seine Pflegerin. Als sie seine große Unruhe be-merkte, setzte sie endlich hinzu: „Ich will mich selbst an's Gitter stel-len und Dir beschreiben, so viel ich kann, was draußen vorgeht."
„Du darfst — Du sollst es nicht!" rief Jvanhoe, „jedesGitter, jede Oeffnung wird den Bogenschützen zum Ziel die-nen; irgend ein auf's ungewisse abgeschoffener Pfeil" —
„Er soll mir willkommen sein," sagte Rebecca leise fürsich, indem sie mit festem Schritte die zwei oder drei StufenHinaufstieg, die zu dem erwähnten Fenster führten.