Druckschrift 
14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
158
Einzelbild herunterladen
 

mit seiner Tochter und dem verwundeten Kranken von Cedricgefunden, und späterhin fiel er dann in die Hände de Bracp'sund seiner Gefährten. Anfangs bekümmerte man sich nichtviel um die Sänfte, und vielleicht hätte man sie gänzlich ste-hen lassen, hätte nicht de Brach hineingeschaut, in der Mei-nung, der Gegenstand seiner Wünsche befinde sich darin. Wiegroß aber war de Bracps Erstaunen, als er den verwunde-ten Mann erblickte, der, da er meinte in die Hände sächsischerGeächteter gefallen zu sein, bei denen sein Name ihm undseinen Freunden ein Schutz werden konnte, sich offen und freials Wilfred von Jvanhoe zu erkennen gab.

Die Ideen von ritterlicher Ehre, welche, trotz allen Leicht-sinns und aller Verwilderung, de Brach nicht ganz aufgege-ben hatte, ließen ihn dem Ritter keine Beschimpfung zufügenund ihn nicht an Front-de-Boeuf verrathen, der in keiner Hin-sicht Bedenken gefunden haben würde, den Nebenprätendentenauf das Lehn von Jvanhoe dem Tode zu weihen. Alleineinen von Lady Rowena begünstigten Nebenbuhler in Freiheitzu setzen, ging, nachdem die Begebenheiten auf dem Turniereund Wilfred's frühere Verbannung aus dem väterlichen Hauseallgemein bekannt geworden waren, doch über de Bracy'sGroßmuth- Er vermochte daher weiter nichts als einen Mit-telweg einzuschlagen, und so befahl er zwei von seinen Knap-pen sich dicht neben der Sänfte zu halten, und Niemandensich derselben nähern zu lassen. Auf alle Fragen waren sieangewiesen zu sagen, die leere Sänfte der Lady Rowena habeman zur Fortbringung eines ihrer im Kampf verwundetenKameraden benutzt. Bei der Ankunft zu Torquilstone wurdeJvanhoe von de Bracy's Knappen, indeß der Templer undder Herr des Schlosses ihre Pläne verfolgten, in ein entfern-tes Gemach gebracht. Front-de-Boeuf erfuhr aus seine Fragen,