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heit gebracht, und jetzt will mein Vater seinen treuen Leibeigenen,weil er mich liebt, voll Unwillen mißhandeln. Du siehst also,Mädchen, welch ein vom Schicksal verfolgter Unglücklicher ichbin; sei also weise, laß mich, ziehe Deine Hand von mir ab, eheich Dich auch mit in mein unseliges Geschick verwickele."
„O!" versetzte Rebecca, „Deine Schwäche und Dein Kum-mer lassen Dich die Absichten des Himmels mißverstehen. Dubist Deinem Vaterlande wiedergegeben worden zu einer Zeit,wo es des Beistandes eines treuen und kräftigen Gemüthesam meisten bedurfte, und Du hast den Stolz Deiner Feindeund der Feinde Deines Königs gedemüthigt, als er sich ge-rade am drückendsten erhob, und siehst Du nicht, daß für dasUebel, welches Dich betroffen, der Himmel Dir einen Arzt undHelfer gesandt hat, selbst aus den Verachtetsten des Landes?Sei also gutes Muthes, und glaube, Du seiest zu einem gro-ßen Werke bestimmt, das Dein Arm im Angesichte DeinesVolkes ausführen soll. Lebe wohl, und wenn Du die Arzneigenommen hast, die ich Dir durch Rüben senden werde, sosuche Dich zu beruhigen, damit Du die Reise des morgendenTages desto leichter zu überstehen vermagst."
Jvanhoe wurde durch diese Rede überzeugt und fügte sich Re-becca's Verordnungen. Der Trank, den ihm Rüben brachte, warberuhigend und stärkend zugleich, und verschaffte dem Krankeneinen gesunden und ungestörten Schlaf. Am andern Morgenfand ihn sein milder Arzt frei von allen Symptomen des Fiebers,und im Stande den Beschwerden der Reise sich zu unterziehen.
Er wurde in die Sänfte getragen, in der er auch aus denSchranken gebracht worden, und man wandte jede möglicheVorsicht an, um ihm die Reise leicht und bequem zu machen.In einer einzigen Hinsicht waren Rebecca's Bemühungen nichtim Stande für die Abwartung des verwundeten Reisenden hin-