ncr Hand und von Deiner Großmuth empfing er ja gestern,wie ich glaube, die hundert Zechincn."
„O!" versetzte Rebecca erröthend, „erwähne doch dasnicht, ich sehe, wie leicht die Zunge das verräth, was dasHerz so gern verbergen möchte."
„Aber," sagte Jvanhoe ernst, „meine Ehre ist dabei inter-esfirt, Deinem Vater diese Geldsumme wieder zu erstatten."
„Nach acht Tagen halte es, wie Du willst," entgegneteRebecca, „aber denke jetzt an nichts, was Deine Herstellungverzögern könnte."
„Es sei, edles Mädchen," sagte Jvanhoe, „es wurde un-dankbar sein, Deinen Befehlen widerstreben zu wollen- Allein nurnoch ein Wort wegen Gurth, und ich frage Dich nichts mehr."
„Ich sage Euch ungern, Herr Ritter, daß er sich in Cedric'sGewahrsam befindet —" und indem Rebecca den Kummer be-merkte, den dies Wilfred machte, setzte sie augenblicklich hinzu:„Aber der Haushofmeister Oswald sagt, wenn seines HerrnUnzufriedenheit durch nichts Neues erregt werde, so wurde erihm leicht verzeihen als einem treuen Diener, den er sehrhoch -alte, und der doch seinen Fehler nur aus Liebe zu Ce-dric's Sohne begangen habe. Auch sagte er noch, er undseine Kameraden, vornämlich Wamba der Narr, wären ent-schlossen, Gurth zur Flucht behülflich zu sein, im Fall Cedric'sZorn durch nichts besänftigt werden könnte."
„Möchten sie doch ihren Vorsatz ausführen," sagte Jvanhoe,„allein cs scheint, als ob ich Alle unglücklich machen müßte,welche mir auf irgend eine Art sich wohlthätig bewiesen ha-ben. Mein König, der mich ehrte und auszeichnete, ist, wieDu siehst, in Gefahr, von dem eigenen Bruder, den er sich sehrverpflichtet hat, um seine Krone gebracht zu werden; meinBlick hat der schönsten ihres Geschlechts Zwang und Verlegen-