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verstanden werden würde, — „ich bitte Dich, reizendes Mäd-chen, Deine Artigkeit" —
Hier wurde er aber von dem schönen Wundarzte unterbro-chen, auf deren Gesichte, dessen Ausdruck im Allgemeinen dereiner sinnenden Schwermut- war, jetzt auf einen Augenblickein sanftes Lächeln dämmerte: „Ich bin aus England, HerrRitter, und spreche englisch, obgleich meine Kleidung undmeine Gesichtszüge einem andern Himmelsstriche angehören."
„Edles Mädchen," begann Jvanhoe von Neuem, wurdeaber schnell wieder von Rebecca unterbrochen.
„Ertheilt mir nicht das Beiwort edel, Herr Ritter," sagtesie; „Ihr müßt schnell erfahren, daß Eure Dienerin eine armeJüdin ist, die Tochter Jsaac's von Jork, gegen den Ihr Euchvor Kurzem als einen so guten und freundlichen Herrn bewiesenhabt. Es ziemt ihm und den Gliedern seines Hauses wohl, Euchallen Beistand zu leisten, den Eure jetzige Lage erfordert."
Wir wagen es nicht zu bestimmen, ob die schöne Rowena mitder Art von Rührung, womit der ihr geweihte Ritter bisher dasschöne Gesicht, die reizende Gestalt und die glänzenden Augender liebenswürdigen Rebecca, Augen, deren Glanz, gleich alsbedürfe er einiger Milderung, durch lange, seidene Wimpernbeschattet wurden, und die ein Minstrel wohl mit dem Abend-stern verglichen haben würde, dessen Strahlen durch eine Jas-minlaube brechen, betrachtet hatte, ganz zufrieden gewesenwäre. Allein Jvanhoe war ein zu guter Christ, dieselben Ge-fühle auch gegen eine Jüdin zu nähren. Dieses hatte Rebeccavvrausgeschen, und zu dem Ende eilte sie ihres Vaters Namenund Abstammung dem Ritter bekannt zu machen. Indessen wardie weise und schöne Tochter Jsaac's nicht ohne einige Zügeweiblicher Schwäche, denn sie mußte doch innerlich seufzen, dader Blick achtungsvoller Bewunderung, nicht ohne einige Bei-