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14 (1851) Ivanhoe
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Mischung von Zärtlichkeit, womit Jvanhoe noch kurz vorherseine unbekannte Wohlthäterin betrachtet hatte, auf einmaldurch ein kaltes, abgemessenes, gesammeltes und von keinem lie-fern Gefühl zeugendes Benehmen verdrängt wurde- Nicht, daßJvanhoe's früheres Betragen mehr als jene ehrerbietige Huldi-gung ausgedrückt hätte, welche die Jugend immer so gern derSchönheit zollt, es war nur kränkend, daß ein einziges Wortgleich einer Zauberformel wirken konnte, um die arme Rebecca,der man doch nicht zutrauen durfte, daß sie gar nicht um ihrRecht zu solcher Huldigung wissen sollte, auf einmal in eineso entwürdigte Klasse zu setzen, der diese nicht ehrenvoll er-wiesen werden mochte.

Allein Rebecca's cdlcö und zartes Gemüth rechnete es demJvanhoe nicht zur Schuld an, daß er das allgemeine Vorurtheilseines Zeitalters und seiner Religion theilte. Im Gegenthcilhörte die schöne Jüdin, obgleich sie bemerkte, daß ihr Krankersie nun als eine Person von einem verworfenen Eeschlechtebetrachtete, mit der er, ohne sich zu entehren, keinen andern,als den allernothwcndigsten Verkehr haben dürfe, nicht auf,seiner Genesung und Herstellung dieselbe ergebene und dul-dende Sorge zu widmen- Sie meldete ihm, daß sie sich noth-wendig nach Jork begeben müßten, daß ihr Vater entschlossensei, ihn dorthin bringen zu lassen und in seinem Hause zu be-halten, so lange, bis seine Gesundheit vollkommen wiederher-gestellt sei. Jvanhoe zeigte großen Widerwillen gegen diesenPlan, den er darauf gründete, daß er seinen Wohlthätern dochnicht gern so lange beschwerlich fallen wollte.

Wäre denn nicht," sagte er,zu Ashby oder in dessenNähe ein sächsischer Freisasse, oder irgend ein wohlhabenderBauer, der sich mit einem verwundeten Landsmann so langebelasten wollte, bis er wieder im Stande wäre, die Rüstung