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gene Wissenschaften cingewciht, besonders aber in jene cabali-stische Kunst, welche ihren Namen und ihren Ursprung denStudien der Weisen in Israel zu danken hat. Die Rabbinerwiderlegten auch diese Meinung von ihrer Bekanntschaft mitübernatürlichen Wissenschaften keineswegs, denn der Haß, wo-mit man ihre Nation betrachtete, konnte sich unmöglich ver-größern, da sie hingegen die Verachtung, womit er vermischtwar, gar sehr vermindern mußte- Ein jüdischer Zaubererwurde zwar eben so verabscheut, wie ein jüdischer Wucherer,allein er konnte nicht so verachtet werden. Es ist überdies nichtunwahrscheinlich, daß, wenn man die wunderbaren Kuren, wel-che die Juden vollbracht haben sollen, bedenkt, sie wohl imBesitze gewisser Geheimnisse der Heilkunst gewesen sein mögen,die sie mit dem aus ihrer Lage selbst entspringenden, aus-schließendcn Geiste auf alle Weise vor den Christen geheim hielten.
Die schöne Rebecca war mit aller Sorgfalt in allen Kennt-nissen unterrichtet worden, die ihrer Nation eigen waren, undihr talentreicher, höchst fähiger Geist hatte sie auf eine solcheArt sich angeeignet, geordnet und erweitert, daß es weit überihre Jahre, ihr Geschlecht und selbst das Zeitalter ging, worinsie lebte. Ihre medicinischen Kenntnisse hatte sie unter derAnleitung einer alten Jüdin, der Tochter eines ihrer berühm-testen Lehrer, erworben, denn diese leitete Rebecca als Tochter,und man glaubte, sie habe derselben selbst Geheimnisse mitge-theilt, die ihr von ihrem Vater zur selben Zeit und unter den-selben Umständen hinterlaffen worden waren- Miriam warzwar als ein Opfer des Fanatismus jener Zeit gefallen, alleinihre Geheimnisse lebten in ihrem geschickten Zögling fort.
Rebecca, ebenso durch Kenntnisse als durch Schönheit aus-gezeichnet, wurde von ihrem eigenen Stamme, der sie fast alseine jener hochbegabten Frauen betrachtete, deren die heilige