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nem eigenen Beutel fallen sähe. Ich weiß es wohl, daß der Un-terricht von Miriam, der Tochter des Rabbi Manaffes von By-zanz, dessen Seele im Paradiese ist, Dich sehr geschickt gemachthat in der Heilkunst, und daß Du die Kraft der Kräuter kennst, dieKraft der Elirire. Thue also, was Dein Herz Dir sagt, Du bistein gutes Mädchen! Ein Segen, eine Krone, ein Freudengesangfür mich und mein Haus, und für das Volk unserer Väter!"
Jsaac's Befürchtungen waren indeß nicht ganz ungegründet;und der edelmüthige Eifer seiner Tochter setzte sie bei ihrer Rück-kehr den unheiligen Blicken von Brian de Bois-Guilbert aus.Der Templer ritt unterwegs zweimal an ihnen hin und her,seine kühnen und brennenden Blicke auf die reizende Jüdinheftend, und wir haben bereits auch die Folgen der Bewun-derung gesehen, wozu ihn ihre Reize entflammten, als derZufall sie in die Gewalt dieses Wollüstlings fallen ließ.
Rebecca verlor keine Zeit, den Kranken in ihre einstweiligeWohnung bringen zu lassen, und untersuchte sogleich mit ei-genen Händen seine Wunden, welche sie hierauf verband- Derjüngste Leser von Romanen und romantischen Balladen mußsich erinnern, daß oftmals Frauen, in jenen finstern Zeiten,wie man sie zu nennen pflegt, in die Geheimnisse der Wund-arzneikunst cingeweiht waren, und daß ein tapferer Ritternicht selten seine Wunden der Pflege einer Dame unterwarf,deren Augen sein Herz dann noch tiefer verwundeten.
Die Juden aber, sowohl Männer wie Frauen, verstandenund übten die Heilkunde in allen ihren Zweigen, und Monar-chen und mächtige Herren jener Zeit vertrauten sich in Krank-heiten und bei Verwundungen der Sorge eines erfahrenenWeisen aus diesem verachteten Volke an. Die Hülfe jüdischerAerzte wurde deshalb nicht weniger ausgesucht, daß man all-gemein glaubte, die jüdischen Rabbiner wären tief in verbor-
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