„Ich ward in dem Kloster des heiligen Withold zu Bur-ton erzogen," entgegnete Cedric.
„So?" sagte der Baron, „doch es wäre besser für Dich ge-wesen, wärst Du ein Normann, auch besser für meinen Zweck —doch Not-läßt unter den Boten keine Wahl! St. Witholds Klosterzu Burton ist ein Eulennest, das muß ausgestöbert werden-Es wird bald eine Zeit kommen, wo die Kutte den Sachseneben so wenig schützen wird, als der Panzer."
„Gottes Wille geschehe," sagte Cedric mit vor Wuth zitternderStimme, was jedoch Front-de-Bocuf für Furcht hielt.
„Ich sehe," sagte er, „Du träumst schon, daß unsere Be-waffneten in Deinem Refektorium und Bierkeller sind. Aberlegemir zu Gefallen einmal Dein heiliges Amt ab, und übernimmein anderes Geschäft, und Du sollst so ruhig in Deiner Zelleschlafen, wie die Schnecke in ihrem Hause."
„Sprecht, was befehlt Ihr," sagte Cedric mit unterdrück-ter Bewegung.
„Folge mir durch diese Thür, dann laß ich Dich durch einheimliches Pförtchen hinaus."
Jndeß so beide zusammen fortgingen, unterrichtete Front-de-Boeuf den vermeintlichen Mönch in der Rolle, die er spielen sollte-
„Du siehst," sagte er zu ihm, „jene Heerde sächsischerSchweine, die es gewagt haben, das Schloß von Torquilstonezu belagern. Rede ihnen Etwas vor, von der Unbesonnenheitdieses Unterfangens, oder was Du sonst willst, das sie nurvierundzwanzig Stunden aufhält! Unterdessen trage diesesPapier — doch, kannst Du lesen, Priester?"
„Nicht ein Jota, außer in meinem Brevier," erwiderteCedric, „und das kann ich auch bald auswendig."
„Desto besser für meinen Zweck. Also bringe das Papier ausdas Schloß von Philipp de Malvoisin, sage, es käme von mir, cs