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allein besitzen, und Du selbst sollst sagen, wie auch Ulrica's Lebenwar, ihr Tod ziemte der Tochter des edlen Torquil! Es gibt nocheine Streitkraft, außer der, die das Schloß belagert, eile, sie zumAngriff aufdaS Schloß zu führen, und wenn Du eine rothe Fahnewehen stehst von dem Thurme am westlichen Ende des Gefängnisses,dann dränge die Normänner hart, sie werden dann genug inner-halb zu thun haben, und ihr mögt den Wall erstürmen, trotz Bogenund Wurfgeschütz. Eile, ich bitte Dich! folge Deinem Schick-sale, und mich überlaß dem meinen "
Cedrtc hätte fie gern weiter über den Anschlag ausgeforscht,den sie so dunkel andeutete, allein man vernahm die donnerndeStimme Front-de-Boeuf's, welcher rief: „Wo schleicht denn derPriester umher? Beim heiligen Jakob von Compostella, ich willeinen Märtyrer aus ihm machen, wenn er länger hier umherkriecht,um Verrat!) unter meinen Dienern auszubrüten."
„Welch ein wahrer Prophet ist doch ein böses Gewissen," sagteUlrica. „Dochachte nichtaufihn! Fort zu Deinem Volke! Laßt densächsischen Schlachtruf ertönen, und laß sie ihren Kricgsgesangvon Rollo singen, die Rache soll Euch unterstützen."
Mit diesen Worten verschwand sic durch eine verborgene Thür,und Reginald Front-de-Boeuf trat in's Zimmer. Cedric zwangsich, dem stolzen Baron seine Unterwürfigkeit zu bezeugen, unddieser beantwortete dies mit einem leichten Kopsneigen.
„Die Beichte hat lange gedauert, Vater," sagte er, »destobesser für sie, denn es ist ihre letzte. Hast Du fie zum Todebereitet?"
„Ich fand sie," sagte Cedric in so gutem Französisch, alser's konnte, „auf's Aeußerste gefaßt von dem Augenblicke an,wo fie erfuhren, in wessen Hände sie gefallen."
„Hört, Bruder," versetzte Front-de-Boeuf, „Eure Sprache,dünkt mich, schmeckt ein wenig nach Sächsischem."
Jvanhoe. II.
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