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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
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von ihnen getrennt sein in meiner Rache! Kein Mensch sollmir -elfen, aber die Ohren aller Menschen sollen gellen, wennsie von den Thatcn hören, welche ich auszuführen wagenwerde. Leb wohl! Deine Verachtung hat das letzte Bandzerrissen, welches mich an mein Geschlecht knüpfte, den Ge-danken, daß mein Schmerz das Mitleid meines Volkes er-wecken dürfte."

Ulrica," sagte Cedric, durch diese Reden besänftigt,hastDu das Leben ertragen unter so viel Schuld und Elend, undwillst Du Dich nun der Verzweiflung überlassen, da DeineAugen sich für Deine Schuld öffnen, und Reue Dein Geschäftsein sollte?"

Cedric," sagte Ulrica,Du kennst das Herz des Menschenwenig. Zu handeln, wie ich gehandelt, zu denken, wie ich ge-dacht habe, erfordert die wahnsinnige Liebe zum Vergnügen,vermischt mit dem kühnen Durst nach Rache, dem stolzen Be-wußtsein der Tränke, die zu bezaubernd für das menschlicheHerz sind, um ste zu genießen und doch die Kraft der Reuezu behalten. Ihre Einwirkungen sind längst vorüber. DasAlter hat keine Freuden; Runzeln machen keinen Eindruck,die Rache stirbt selbst in ohnmächtigen Verwünschungen. Dannkommen die Gewissensbisse, gleich den Nattern, vermischt mitvergeblichem Bedauern des Vergangenen, und Verzweiflungvor der nahenden Zukunft! Dann, wenn alle andern mächti-gen Antriebe aufgehört haben, werden wir den Feinden derHölle gleich, die wohl Gewiffensqual, aber nimmer Reue fühlenmögen. Doch Deine Worte haben eine neue Seele in mir ge-weckt. Wohl hast Du gesprochen, Alles ist möglich für die, welchezu sterben wissen. Du hast mir die Mittel zur Rache gezeigt, undsei versichert, ich werde sie ergreifen. Bis jetzt hat sie diesen Bu-sen mit andern Leidenschaften gctheilt, von nun an soll sie ihn