109
schwarzen Ritter und LockSlcy und dem jovialen Einfiedler,voll Ungeduld die Antwort auf ihre Ausforderung. Ringsumund in einiger Entfernung erblickte man manchen kühnenAeoman, dessen Waldestracht und jedem Wetter trotzendesAnsehen ihre gewöhnliche Beschäftigung deutlich verrieth. Eshatten fich ihrer bereits an zweihundert versammelt, undmehrere Andere wurden noch erwartet. Diejenigen, denenals Führern die Uebrigen gehorchten, zeichneten fich durchnichts aus, als durch eine Feder auf dem Hute, denn Klei-dung, Waffen und anderes Geräth war bei allen gleich-
Außcr dieser Truppe war bereits eine weniger geregelteund schwächere, bestehend aus den sächsischen Einwohnern desbenachbarten Fleckens, desgleichen einigen Leibeigenen undDienstleuten aus Cedric's weitläufiger Besitzung, als Bei-stand bei dem Besreiungswerke eingetroffen. Wenige davonbesaßen andere Waffen, als . solche, welche der Landmann bis-weilen im Nothfall anwendet, zugespitzte Stöcke, Dreschflegelu. s. w., denn die Normänner ließen, wie gewöhnlich Erobe-rer zu thun pflegen, den besiegten Sachsen nicht gern denGebrauch der Waffen. Diese Umstände machten denn auchden Beistand der Sachsen den Belagerten nicht so furchtbar,als ihre Zahl und ihre Begeisterung für eine gerechte Sachesie sonst gemacht haben würde. Den Anführern des bunt-farbigen Haufens wurde das Schreiben des Templers jetztüberliefert.
Man wandte fich sogleich an den Kaplan, um den Inhaltzu erfahren.
„Bei dem Krummstabe des heiligen Dunstan!" sagte derwürdige Geistliche, „der mehr Schafe in den Schafstall ge-bracht hat, als sonst ein Heiliger des Paradieses, ich kann