den, da die Belagerer gewiß alle Wege und Flüsse besetzthaben würden. Endlich vereinigte man sich dahin, daß denAusforderern eine schriftliche Antwort, durch den Templeraufgesetzt, zugefertigt werden sollte. Sie lautet folgender-maßen:
„Sir Reginald Front-de-Boeuf nebst seinen edlen und rit-terlichen Alliirten und Bundesgenossen nehmen keine Ausfor-derung aus den Händen von Sklaven, Leibeigenen oder Flücht-lingen an. Wenn der, welcher sich den schwarzen Ritternennt, wirklich einen Anspruch auf die Ehre der Ritterschaftmachen kann, so sollte er wissen, daß er sich durch seine ge-genwärtige Verbindung entehrt, und kein Recht hat, von Leu-ten edler Herkunft Rechenschaft zu fordern. Unsere Gefange-nen betreffend, ersuchen wir Euch in christlicher Milde, einenDiener der Religion abzusenden, um ihre Beichte zu empfan-gen, und sie mit Gott zu versöhnen; denn es ist unser festerEntschluß, sie diesen Vormittag noch hinzurichten, und ihreKöpfe auf die Mauern des Schlosses zu stecken; um jcdermän-niglich zu zeigen, wie gering wir diejenigen achten, welchesich um ihre Befreiung bemüht haben. Wir ersuchen Euchdaher nochmals, einen Priester zu senden, um sie mit Gottzu versöhnen, wodurch Ihr ihnen den letzten irdischen Diensterweisen werdet."
Der Brief wurde zusammengefaltet dem Knappen über-geben, und dieser stellte ihn dem außerhalb wartenden Botenzu, als die Antwort auf die von ihm überbrachte Botschaft.
Der Ieoman, der nun seinen Auftrag gebührend ausge-richtct hatte, kehrte in'S Hauptquartier der Verbündeten zu-rück, welches unter einer ehrwürdigen Eiche, ungefähr dreiBogenschüsse weit von dem Schlosse aufgcschlagen war. Hiererwarteten Wamba und Gurth mit ihren Verbündeten, dem