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unmöglich diesen unbezähmbaren Stolz und Trotz einflößen.Aber wo ist denn Front-de-Boeuf? Das Horn läßt sich im-mer gewaltiger hören."
„Er unterhandelt mit dem Juden," versetzte de Brachkalt, „und Jsaac's Geschrei hat wahrscheinlich die Horntöneübertäubt, denn wenn sich ein Jude von seinen Schätzen trennensoll, so überschreit er wohl zwanzig Hörner und Trompeten."
Bald darauf erschien Front-de-Boeuf, der sich nur noch beieinigen Anordnungen verweilt hatte.
„Laßt uns doch die Ursache dieses verdammten Gelärmesuntersuchen," sagte Front-de-Boeuf, „hier ist ein Brief, undwenn ich recht sehe, ist er in sächsischer Sprache."
Er wandte ihn in den Händen hin und her, gleich alsglaube er durch verschiedenes Betrachten endlich etwas davonzu verstehen, und dann übergab er ihn de Brach.
„Das mögen wohl Zaubercharaktere sein," sagte de Brach,der seine gute Portion Unwissenheit besaß, gleich der ganzenRitterschaft seiner Zeit, — „unser Kaplan wollte mich wohlschreiben lehren, allein alle meine Buchstaben wurden Spießeund Schwerter, da gab's der Kahlkopf auf."
„Gebt!" sagte der Templer, „wir haben das von dempriesterlichen Charakter, daß wir einige Kenntnisse zur Erleuch-tung unserer Tapferkeit besitzen."
„Nun, was enthält denn die Schrift?" fragte de Bracy.
„Es ist eine förmliche Ausfordcrung," entgegnete derTempler, „aber, bei unsrer Frauen von Bethlehem, wenn esnicht ein Spaß ist, so ist es das seltsamste Cartel, das je-mals über die Zugbrücke eines frciherrlichen Schlosses ge-sandt worden ist."
„Spaß?" sagte Front-de-Boeuf, „ich möchte doch wissen,